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Weißseespitze
Tour 284 3518 m Weißseespitze, Nordwand Oetztaler Alpen Eiswand 50° 18.03.07    

www.sirdar.de

Ausgangspunkt:

Parkplatz Kaunertaler Gletscherbahn (2750m)

Anfahrt von München:

München - Garmisch - Fernpass - Richtung Reschenpass - Kaunertal - Parkplatz am Ende der Straße. Ca. 3h.

Stützpunkt:

-

Route:

Weißseespitze, Nordwand:
Denkbar einfache Routenfindung, da quasi die ganze Wand vom Parkplatz einzusehen ist. Meist geht es eher rechts am besten. Oben steht man auf dem großen und spaltigen Gipfelplateau, der höchste Punkt findet sich südlich in Richtung Weisskugel.
Abstieg:
Man folgt dem Westgrat in einigem Auf und Ab bis zum Falginjoch. Von hier auf der Skipiste zurück. Vor dem letzten Aufschwung kann man auch über die hier wenig geneigte Flanke abkürzen.

Weißseespitze: N 46.84536° E 10.71581°

Weißseespitze

Charakter:

Leicht vom Parkplatz des Skigebiets durchzuführende Eistour. Im rechten Teil ist die Tour recht sicher. Das Skigebiet mag einem zwar in Sicherheit wiegen, aber man befindet sich trotz allem auf einem Gletscher mit Spalten.
Je nach Bedingungen braucht es Skier nicht unbedingt. Ohne sollte man aber solange wie möglich auf der Piste bleiben und erst ziemlich hoch unter die Wand queren, sonst hat man sein Pulver unter Umständen beim Zustieg schon verschossen.
Abstieg über den Westgrat beinhaltet ein paar einfache Block-Klettereien (max. II).

Karte:

AV-Karte Nr. 30/2 "Ötztaler Alpen/Weißkugel", 1:25000

Führer:

Jentzsch "Firn- und Eisklettern in den Ostalpen", Alpinverlag Jentzsch-Rabl, 1. Auflage 2004

Link:

www.bergsteigen.com

 

 

Titel:Auf Umwegen
Bergspezln: Thomas
Westgrat im Abstieg Eigentlich hätte es der Eiskogel beim Ortler werden sollen. Doch beim Zustieg zum Pellicioli Biwak sind wir ziemlich schnell abgeblitzt, in keinem unserer Führer war erwähnt, dass der zu querende Hang nach der Berglhütte verdammt steil und mit Rinnen durchzogen ist. Mit Skiern quasi nicht zu machen. Man muss warten, bis der Sommerweg zum Gletscher ausgeapert ist.
Stattdessen mußte ein Ausweichziel her, die Weißseespitze. Die Zufahrt durch das Kaunertal bis zum Gletscherskigebiet ist beeindruckend, eine Straße mitten durch ein Skigebiet, wie in Frankreich. Überhaupt wirkt die Gegend hier dank eindrucksvoller Vergletscherung sehr westalpin. Aber so eine Straße wäre wohl in heutiger Zeit nicht mehr durchzuboxen, früher wurde halt nicht nachgefragt. Nun es gibt sie und wir nutzten den Parkplatz für eine Nacht im Auto. Vom Parkplatz ist es nicht mehr weit zum Einstieg. Zu weit jedoch für zwei andere Aspiranten, die sich ohne Skier auf den Weg machten und an der Wand angekommen, dank Spurerei durch knietiefen Schnee schon die Segel streichen mußten.
Die Wand selber war zum Großteil aper, nur ganz rechts hielt sich ein Firnstreifen, den wir für den Aufstieg nutzten. Der Schnee war zwar schon noch ziemlich pulverig, hielt aber ganz gut. Erst aber der Hälfte seilten wir an. Ein Felsriegel versperrte den Weiterweg und wir mußten ins Blanke ausweichen. Das Eis zeigte sich jedoch sehr griffig. Darüber auf einem kleinen Absatz kurz unter dem Gipfel ließen wir uns von Spuren nach rechts verleiten. Ein Fehler, wir landeten in üblen Bruchgelände. Zum Glück fanden wir ein Firnschild zwischen den Felsen, auf dem wir dann doch noch etwas weniger gefährlich den Gipfel erreichten.
Gleich nebenan steht die Weißkugel, herrlich anzuschauen! Deren Nordwandeis sieht aber inzwischen sehr kümmerlich aus. Beeindruckend die riesige Gletscherkappe namens Gepatschferner.
Der Abstieg über den Westgrat geht erstaunlich leicht. Hin und wieder ein paar lose Blöcke, aber sonst kein Problem. Wir kürzten vor dem letzten Aufschwung über die hier nicht mehr allzu steile Flanke ab und querten durch besten Pulver zurück zum Skidepot unter der Wand. Die hatten wir nicht mitgeschleppt, hätte sich für den einen Hang auch nicht rentiert.

GPS-Koordinaten eigene Messung - Angaben ohne Gewähr (Datum: WGS 84 Positionsformat: Dezimal)


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