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Sebenkopf
Tour 308 1840 m Sebenkopf, Südwand "Routa de Mixta" Tannheimer Berge Klettern 6 28.10.07    

www.sirdar.de

Ausgangspunkt:

Talstation Bergbahn "Füssener Jöchle" oberhalb von Grän

Anfahrt von München:

München - Reutte - Tannheimer Tal - Grän.

Stützpunkt:

Bergstation "Füssener Jöchle"

Route:

Zum Einstieg:
Bis zum Füssener Jöchle entweder zu Fuß oder mit der Seilbahn. Wenn man dann von der Gondel aussteigt und nach links guckt, sticht dem Kletterer sofort die Südwand des ansonsten unscheinbaren Sebenkopfs ins Auge.
Man quert also nun auf gleicher Höhe bleibend nach Norden. Knapp unter einer Felswand geht es ins Sebenkar, welches man absteigt. Das Kar wird knapp neben der Südwand des Sebenkopf von einen markanten Felsturm geteilt. Unterhalb diesen führen Pfadspuren zu den Einstiegen. Von der Bergstation ca. 45min.

Sebenkopf Südwand "Routa de Mixta" (6)
Wer jetzt vergleichsweise die Topos aus den Büchern studiert, wird vergeblich nach dieser Route fanden. Es ist eine Mischung aus der "Südverschneidung" und der Variante zur "Ultima Ratio" im oberen Teil. Und eigentlich ist das so die logische Linie durch die Wand, sonst hätten wir uns nicht verstiegen ... ;-)
Hier nun also unsere Variante:

1. SL (V+ 35m): Durch die Südwand zieht eine riesige Verschneidung. Die erste Seillänge folgt dieser natürlichen Linie links auf den Platten bleibend. Wenige Meter über dem ersten Stand findet sich noch eine zweite Gelegenheit.
2. SL (V+ 50m): Eine flache, aber glatte Platte leitet zu einem Überhang. Darüber wartet wieder plattiges Gelände, sowie eine weitere Engstelle. Darüber bei einen Block zweigt die "Südverschneidung" nach rechts ab. Wenige Meter nach links ist man schon in der "Ultima Ratio". Erster Stand wäre auf einem Band, der zweite zehn Meter weiter jenseits des plattigen Felsblocks. Hier weißt nun ein Metallschild (!) auf die nun möglichen Varianten hin.
4. SL (VI 30m): Links wartet eine schwierige, aber völlig übersicherte Variante. Bohrhaken weisen den Weg. Kann man nicht verfehlen! Es geht über einen Überhang hinweg und danach in den Grund einer Verschneidung. Da man nun mit Sicherheit alle Expressen verbraucht hat, sollte man hier Stand machen.
4. SL (V+ 35m): Nicht in der Verschneidung weiterklettern, sondern direkt den sperrenden Block an guten Henkeln hinter Felsschuppen überwinden. Danach wartet nur noch Gehgelände bis zum Ausstieg am Grat.

Abstieg:
Den Grat südseitig in Richtung Sebenspitze folgen. Dort bein einem senkrechten Aufschwung 2x nach Süden abseilen. Alternativ, wenn man sicher ist, es befinden sich keine anderen Seilschaften mehr in der Schußlinie, kann man auch vom Gipfel direkt abseilen (2x50m).

Charakter:
Sehr gut abgesicherte Routen. Aber Bohrhaken im 40cm-Abstand, muss dass wirklich sein? Ich finde das etwas lächerlich ...
Die Wand wird auch im Winter gut besucht und ist so ziemlich das ganze Jahr möglich. Auf ein paar lose Felsbrocken muss man jedoch achten.

Sebenkopf

Karte:

Freytag & Berndt, Ehrwald - Lermoos - Reute - Tannheimer Tal, WK 352, 1:50000

Führer:

"Allgäu - Kletterführer", Achim Pasold, Panico Alpinverlag, Köngen, x. Auflage > 2006

Link:

www.walter-hoelzler.de

 

 

Titel: Alles mal angetestet.
Bergspezln: Thomas

Thomas im unteren Teil der Südwandverschneidung Schnee lag schon einiges, aber die Südwand des Sebenkopf war staubtrocken, windgeschützt und angenehm warm. Wir hatten uns zum Start die Südwandverschneidung vorgenommen. In der zweiten Seillänge verpaßten wir jedoch die Abzweigung nach rechts und landeten in der Ultima Ratio. Bis dahin überwiegte schöne Plattenkletterei mit ein paar Turneinlagen an Rissen und überhängenden Blöcken. Zur Ultima Ratio gibt es eine schwerere Variante. Die ist mit Bohrhaken nur so zugenagelt. In der überhängenden Schlüsselstelle (6) kann man sich aussuchen, welchen der drei Haken man denn nun einhängen möchte. Da muß sich der Mann mit der Bohrmaschine schon mal fragen lassen, ob das wirklich notwendig ist? Aber mal in einer Sechser-Route nen Bohrhaken ausgelassen zu haben, ist auch gut fürs Ego ... ;-)
Wir hatten dann noch Gelegenheit, die erste Seillänge der "Direkten Südwand" (6-) mal zu testen. Schöne, aber kraftraubende, durchgehend überhängende Kletterei. Dann "mußten" wir zurück zur letzten Talfahrt. So hatten wir mal jede für uns machbare Route angetestet, aber keine vollendet. Da kann man wiederkommen ...

GPS-Koordinaten eigene Messung - Angaben ohne Gewähr (Datum: WGS 84 Positionsformat: Dezimal)


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