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Hinteres Feuerhörndl
Tour 440 1750 m Hinteres Feuerhörndl, Nordostwand "Willis weiter Weg" Berchtesgadener Alpen Klettern 7- 04.09.11    

Alpine Sportklettertour mit beeindruckender Verschneidung www.sirdar.de

Fakten
Zustieg:Von der Straße 2h
Route:7-, 10SL, Bohrhakenroute
Abstieg:über Wartsteinband (Klettersteig)

Ausgangspunkt:
Parkplatz zwischen Unter- und Oberjettenberg, vor der Bundeswehrseilbahn (ca. 640m)

Anfahrt:
München - Salzburger Autobahn - Inzell - Schneizlreuth - Unterjettenberg. Abbiegen nach Oberjettenberg. Parkplatz wie oben beschrieben.

Stützpunkt:
-

Route:
Feuerhörndl, Willis weiter Weg Zustieg:
Nicht richtig markiert. Viele Pfadspuren. Wie in der Berchtesgadener Gegend üblich, führen die Wege eher entlang der Direttisima nach oben. Jenseits der Bundeswehrseilbahn sieht man die Nordwände der Reiteralpe ganz gut. Man folgt zunächst Forstwegen und bei einem Windwurf sporadischen gelben Markierungen und Steinmännern durch den steilen Wald hoch in Richtung Wartsteinband. Unter der Wand auf Steig nach links queren. Vorbei an der populären Route "Sternschnuppe". Man steht unter der markanten Rippe des Feuerhörndls, wo auch irgendwo die "End of Silence" hochgeht. Hier finden sich im unteren Bereich viele Fixseile. Links der Kante vom Feuerhörndl führt eine Schlucht in der Wand zu der markanten Verschneidung unterhalb des Ausstiegs hoch. Ein kurzes Fixseil leitet zum Einstieg bei schrofigen Platten und einem Baum.

Hinteres Feuerhörndl, Nordostwand "Willis weiter Weg", 7- (F.Amann u.a., 12.9.2008):
1.SL (40m, 5): Linkshaltend geht es über flach geneigte Platten zum Stand jenseits einer Kante.
2.SL (25m, 6): Unter einer Kante quert man nach links und überwindet diese an der schwächsten Stelle, jenseits über Platten hoch zum Stand in einer Nische. Man könnte auch gleich zum nächsten Stand weitergehen, hat dann aber mit viel Seilreibung zu kämpfen.
3.SL (30m, 6): Schwierig aus der Nische heraus, darüber eine Kante entlang, schließlich links herum und weiter zum Stand.
4.SL (35m, 6): Über Risse und Platten geht es ziemlich direkt hoch.
5.SL (30m, 4): Über ein kurzes Wandl und Gehgelände, danach geht es tiefer in die Schlucht hinein in eine große Nische zum Stand.
6.SL (25m, 6+): Aus der Nische heraus nach rechts um eine plattige Kante queren und noch ein paar Meter hoch zum Stand.
7.SL (40m, 7-): Durchweg sehr schwierige Seillänge. Vom Stand zunächst zwei-drei Meter nach rechts dann über eine griffarme und steile Platte hoch. Darüber nach rechts zur Verschneidung Platte und Schluchtwand und hier nun sehr kleingriffig weiter nach oben. Dort wo es richtig steil wird, geht es über einen überhängenden Block auf diesen zum Stand.
8.SL (45m, 5+): Vom Block links den Bohrhaken entlang und jenseits immer am rechten Schluchtrand bleibend zum Stand auf einem guten Absatz.
9.SL (40m, 5): Vom Stand gleich nach unten wieder in die Schlucht klettern und in dieser hoch. Weiter oben linkshaltend auf Platten zum Beginn der markanten großen Verschneidung klettern.
10.SL (25m, 7-): Man sieht schon von unten, was einen erwartet. Es gilt eine Verschneidung hochzuspreizen, stemmen und irgendwie hoch halt. Der Weg ist klar vorgegeben.
11.SL (45m, 6): Weiter in der Verschneidung, nur unwesentlich leichter. Die Verschneidung wird schließlich zur Rinne und im Ausstieg etwas moosig.

Abstieg:
Man kommt gleich bei ein paar Containern von der Bundeswehr raus. Für den Abstieg zur Seilbahn laufen und über das drahtseilgesicherte Wartsteinband hinunter zum Schotterkar am Einstieg.

Charakter:
Ausreichend mit Bohrhaken gesicherte Tour. Es braucht eigentlich nur 12 Expressen, ein paar Schlingen tun jedoch auch gute Dienste zum Verlängern und falls man doch mal einen Hänger hat.
Gestein ist nicht immer fest. Die Route kriegt im oberen Teil wohl kaum Sonne ab, von daher nicht gleich nach ein paar Regentagen einsteigen.
Route ist schon durchgehend schwierig, von daher genügend Zeit einplanen.

Karte:
-

Führer:
-

Link:
www.bergsteigen.com
www.stadler-markus.de
Webseite der Erstbegeher

Google Earth: Feuerhörndl


Titel: Heisse Verschneidung
Bergspezln: Walter, Tanner

Feuerhörndl, Willis weiter Weg Pünktlich am Einstieg fing es zu Tröpfeln an. So ein Mist. Aber wo man schon mal hier ist, kann man auch mal loslegen. Bei so einer Bohrhakenroute kann man ja doch überall wieder abseilen.
Wir hatten Glück, der Tag wurde doch noch recht sonnig. Darüber freuten sich bestimmt auch die Besucher eines Dorffestes in Oberjettenberg. Die Blasmusik aus dem Bierzelt begleitete uns jedenfalls die ganze Route hoch.
Beim Studieren der Route dachte ich ja noch, da erwarten uns fast nur Reibungsplatten, eine richtig gruselige war dann auch dabei. Insgesamt ist die Route jedoch abwechslungsreicher als man zunächst meint. Ein bisschen gesucht ist die Tour schon, man könnte speziell unten doch öfter links oder rechts ausweichen, aber so ist das halt in modernen Routen.
Die beiden 7- Seillängen sind ordentliche Brocken, für mich zumindest. Die erste beginnt mit einer sehr glatten Platte, man sucht verzweifelt nicht winzigen Wasserlöchern zum Greifen und steht quasi auf nix, später hangelt man sich an Mini-Schüppchen nach oben. Eh kaum zu glauben, dass das dann doch irgendwie ging.
Beim Vorzeigestück der Route, der Ausstiegsverschneidung ist der Weg klar, nur das Wie erscheint fraglich. Spreizen, klemmen, stemmen, irgendwie muss man sich hocharbeiten. Der Fels ist glatt und mit leichter Sandauflage versehen, wehe wenn es hier nass ist!
Dann steigt man aus und steht auf der Reiteralpe mitten in einem Übungsgelände der Bundeswehr. Und so schauts auch aus, überall liegt "altes Gerät" herum. Bei der Seilbahnstation geht es entlang von Rohren drahtseilgesichert über das Wartsteinband hinunter.

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Alle Texte und Bilder so nicht anders vermerkt von Stephan Rankl.
www.sirdar.de - Kommentar

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