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Schwaigberghorn
Tour 454 1990 Schwaigberghorn Kitzbüheler Alpen Skitour L 26.02.12    

Gute Tour bei Neuschnee www.sirdar.de

Fakten
Höhenmeter:1200Hm
Zeit:3h
Lawinengefahr:gering-mittel
Hangrichtung:Ost
Besonderheit:Steiler Schlussgrat, evtl. Skidepot

Ausgangspunkt:
Parkplatz Mautstelle Innerkelchsau (785m)

Anfahrt von München:
München - Kufstein - Wörgl - Hopfgarten. Nach der Bahnunterführung rechts nach Kelchsau abbiegen. Immer der Straße entlang bis zur Mautstelle. Dort Parkplatz. 2h.

Stützpunkt:
-

Route:
Vom Parkplatz geht es mit Skiern gleich rechts über Almwiesen hoch. Am oberen Ende auf einem Forstweg kurz durch den Wald und weiter über nun steilere Almwiesen, vorbei an der Schwaigbergalm, immer grob in Richtung West zum nächsten Waldgürtel. Durch diesen hindurch. Darüber erreicht man ein kleines Plateau. Der Gipfel kommt nun in Sicht. Man gelangt zunächst steil auf einen breiten Rücken. Ab hier Markierungsstangen. Den Rücken entlang, zuletzt am steilen Schlussgrat zum Gipfel.

Abfahrt entlang des Aufstiegs.

Schwaigberghorn
Der Aufstieg, gesehen vom Lodron.

Charakter:
Hochwintertour, v.a. bei Neuschnee zu empfehlen. Dann bieten die vielen Almhänge perfektes Skigelände. Bei Durchfeuchtung oder zu viel Neuschnee können diese aber durchaus lawinengefährlich werden. Im Gipfelbereich Vorsicht bei Verwehungen.

Karte:
AV-Karte Nr. 34/1 "Kitzbüheler Alpen West", 1:50000

Führer:
siehe Link

Link:
www.woipertouringer.at
Hier kann vom Tourismusverband Brixental kostenlos eine sehr gute Skitourenkarte geordert werden.

Karte: Schwaigberghorn


Titel: Leicht chaotische Züge
Bergspezln: Walter

Eine kleine Chronologie der Vorkommnisse:

Hintergrundinfo: Das Wetter war nicht wirklich gut vorhergesagt. Der grobe Plan, Salzachgeier in den Kitzbühelern oder was halt geht. Erst mal losfahren und mit jeder Menge Kartenmaterial im Auto die Wolkenlücke ausfindig machen.

- 8 Uhr morgens Wörgl an der Tanke. Keine Wolkenlücke in Sicht, es regnet. Zurück zum ursprünglichen Plan, Bamberger Hütte und dann mal gucken.
- Mautstelle Kelchsau. Wir ignorieren das Schneeketten-Pflicht-Schild, zahlen Maut und fahren in den Kurzen Grund.
- Erster steiler Anstieg, Walters Passat kommt nicht weiter. Also rückwärts fahren bis zur letzten Bucht und dann mal gucken. - Der Fahrer (ich sag jetzt nicht wer ... ;-) steuert das Fahrzeug zu weit nach links in eine seitliche Schneemauer.
- Die Räder drehen durch es geht nix mehr.
- Wir graben das Auto soweit es geht aus.
- Erste Fluchtversuche verschärfen die allgemeine Lage.
- Wir graben das Auto erneut aus und hacken das Eis unter den Rädern weg.
- Erster Versuch die Schneeketten anzulegen.
- Flucht nach rückwärts scheitert, wir stecken wieder im Schnee.
- Freipickeln und ausschaufeln, durch aufbocken des Wagens gelingt es uns auf einer Seite die Schneeketten aufzuziehen.
- Die Räder drehen durch. Der Schneepflug fährt vorbei, ich bin aber nicht gedankenschnell genug.
- Ein Paar hilft uns mit Schieben. Wir kommen weiter zurück, dadurch gelingt es uns, das zweite Vorderrad auszugraben und die zweite Schneekette aufzuziehen.
- Die Räder drehen im Dreck bzw. auf Eis trotzdem durch. Inzwischen kam von oben ein ganzer Trupp von Leuten.
- So ca. zu zehnt versuchen wir den Wagen wieder auf festem Grund zu heben. Keine Chance.
- Ich begebe mich auf die Suche nach einem Brett zum Unterlegen, nix zu finden.
- Sämtlicher kreativer Ideen beraubt, verbringen wir die nächste Stunde mit Warten.
- Der Schneepflug kommt von oben zurück. Wir halten ihn dieses Mal an. Der Fahrer ist sehr angepisst, warum wir ihn nicht gleich beim ersten Mal aufgehalten hätten.
- Ohne zu grüßen, reißt er mir das Abschleppseil aus der Hand, zieht uns raus und haut ab.
- Wir sind frei, es ist Mittag, wir sind wieder an der Mautstelle. Mit der dort hängenden Tourenkarte wird das Schwaigberghorn zu unserem nächsten Ziel.
- Wir stiefeln los, es schneit.
- Der Schnee ist tief, Spur nur noch sporadisch vorhanden.
- Oberhalb der Waldgrenze herrscht "Withe Out". Wir hangeln uns von einem Markierungspfosten zum nächsten.
- Wir erklimmen den sehr steilen Schlussgrat und können nur erahnen, wie es links oder rechts bergab gehen könnte.
- Am Gipfelkreuz abklatschen (geschätzte Gipfelaufenthaltszeit 3 Sekunden). Es stürmt und schneit. Nix wie runter.
- Aus den Wolken raus macht das Fahren im frischen Tiefschnee richtig Spaß.
- Im lichten Wald lass ich die Skier laufen, übersehe eine sehr tiefe Bodenwelle und auf diese Weise gelingt mir der erste vollkommene Salto meines Lebens mit Skiern am Haxn. Allerdings Abzüge in der B-Note, ich kann den Sprung nicht stehen.


GPS-Koordinaten eigene Messung - Angaben ohne Gewähr (Datum: WGS 84 Positionsformat: Dezimal)


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Alle Texte und Bilder so nicht anders vermerkt von Stephan Rankl.
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