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Laufbacher Eck
Tour 527 2178 Laufbacher Eck Allgäu Skitour S 23.02.14    

Geniale Überschreitung www.sirdar.de

Fakten
Höhenmeter:1200Hm
Zeit:4-5h
Lawinengefahr:bis zur Lacherscharte mittel, Übergang Westgrat Laufbacher Eck und Ostkar hoch
Hangrichtung:West, Nord, Ost
Besonderheit:Überschreitungsmöglichkeit, man kommt jedoch am Ausgangspunkt wieder raus

Ausgangspunkt:
Giebelhaus (1065m)

Anfahrt:
Bei Bad Hindelang nach Hinterstein fahren. Am Ortsende großer gebührenpflichtiger Parkplatz. Von hier fahren Busse in das Hintersteiner Tal bis zum Giebelhaus. Busfahrpläne siehe www.giebelhaus.de.
Alternativ Mountainbike von Hinterstein. Ca. 10km bis zum Giebelhaus.

Stützpunkt:
Giebelhaus (1065m)
www.giebelhaus.de

Skitour (Überschreitung):
Vom Giebelhaus folgt man dem Weg rechts hoch in das Obertal (Schilder Schwarzenberghütte). Bald erreicht man eine Ansammlung von Häusern. Hier hält man sich links (südwärts) in das Tal hinein. Weiter hinten wird schließlich links das Laufbacher Eck mit der Lacherscharte rechts davon sichtbar. Man könnte nun in direkter Linie im Tal aufsteigen und würde so die meist gespurte Querung von der Nebelhornbahn her erreichen.
Alternativ kann man dort, wo das Tal sich nach einer Engstelle weitet, links (Osten) in Richtung Rottennhütte aufsteigen. Vom Talgrund zunächst entlang eines Weges, dann bald einen Graben rechts davon überschreiten. Nun über einen freien Hang gerade nach oben bis zu einer Engstelle. Dahinter weiter steil gegen die Felswand voraus ansteigen, bevor man an günstiger Stelle einen weiteren Graben nach rechts überschreiten kann. Nach einer Hangquerung erreicht man flacheres Gelände. Über eine Art Terrasse unterhalb des Salobers geht man direkt auf die Lacherscharte zu und schließlich steil zu dieser hinauf. Ein Sporn mitten im Kar vermittelt den besten Zugang in die Scharte, die meist von einer großen Wächte gekrönt ist.
Von der Scharte folgt man dem Westgrat direkt zum Gipfel des Laufbacher Ecks. Gleich am Anfang gilt es eine kurze Steilstufe zu überwinden (Schrofengelände), hier sind Pickel und Steigeisen ratsam. Danach wird das Gelände wieder skitauglich.
Für eine Überschreitung steigt man nun kurz in den Sattel vor dem Rotkopf ab. Das Ostkar ziert ebenfalls oft eine meterhohe Wächte. Es gilt einen günstigen Übergang zu finden, um in das steile Kar (35°) zu gelangen. Unter dem Kar rechtshaltend zu einem sehr markanten Felsriegel, der Zwerchwand. Direkt links davon fährt man in das Bärgündeletal ab. Man kann weiter oben auch die Idealhänge noch weiter links vom Felsriegel abfahren, muss aber auf Fälle rechtzeitig vor den Steilabbrüchen in das kleine Seitental unter dem Riegel queren.
Durch das Bärgündeletal geht es zurück zum Giebelhaus.

Laufbacher Eck
Weg aus dem Obertal zum Laufbacher Eck

Laufbacher Eck
Westgrat mit Steilstufe zum Laufbacher Eck

Laufbacher Eck
Ostabfahrt vom Laufbacher Eck

Charakter:
Das Obertal wird gerne von der Nebelhornbahn / Oberstdorf im Rahmen einer "Ski-Plus"-Unternehmung angegangen und ist von daher stärker frequentiert. Insbesondere die Tour zur Lacherscharte machen dabei viele, meist sollte also eine Spur vorhanden sein. Die Lawinengefahr ist von daher als mittel einzuschätzen. Der Westgrat zum Laufbacher Ecke dürfte meist abgeblasen sein. Nach einer Steilstufe für die man Steigeisen und Pickel benötigt, quert man kurz einen steileren Hang mit Südausrichtung.
Im Rahmen einer Überschreitung fährt man in das viel einsamere Bärgündeletal ab. Das Ostkar vom Gipfel weg ist dabei sehr steil, mit einer Engstelle. Die Lawinengefahr ist hier hoch, es braucht sichere Bedingungen.
Insgesamt eher eine Unternehmung, die bei Frühjahrsverhältnissen mit sicheren Bedingungen zu empfehlen ist.

Karte:
Bayerisches Landesvermessungsamt UK L8 "Allgäuer Alpen", 1:50000

Führer:
Skitourenführer "Allgäu", Panico-Verlag

Link:
-

Openstreetmap: Laufbacher Eck
Quelle: www.openstreetmap.org

Titel: Die Wächte
Bergspezln: Gerhard

Laufbacher Eck Im scheinbar gut gefüllten Fundus von Gerhard für außergewöhnliche Touren fand sich das "Laufbacher Eck". Im hintersten Allgäu gelegen. Um zum Ausgangspunkt zu kommen, fährt man mit dem Bus von Hinterstein zum Giebelhaus. Zur ersten Abfahrtszeit um 9.10 Uhr waren die Busse in das Tal gut gefüllt, wenn nicht überfüllt. Nachteil hierbei, alle kommen gleichzeitig am schattigen Giebelhaus an und gehen gleichzeitig von dort weg. Man ist also erst mal in der Karawane unterwegs. Jedoch sind die Tourenmöglichkeiten vielfältig und so teilt sich bald alles auf.
Wir machten uns über das Obertal auf dem Weg zum Laufbacher Eck und nahmen dann den schattigen Weg unterhalb der Westflanke des Salobers. Hier zieht eine Terrasse in Richtung Lacherscharte. Diese ist Ziel für viele Tourengeher die vom Nebelhorn mit der Seilbahn gestartet waren und die Hänge zu dieser Scharte queren.
Zur Scharte hoch geht es einigermaßen steil, oben hing eine eindrucksvolle Wächte. Für alle anderen war hier der Höhepunkt der Tour erreicht, wir packten Steigeisen und Pickel aus und gingen den grasigen Westgrat hoch bis zum Laufbacher Eck. Das lohnt sich auf alle Fälle, der Blick auf die Allgäuer Schönheiten rundherum ist beeindruckend. Das galt auch für die meterhohe Wächte, die den Zugang zur Ostabfahrt vom Laufbacher Eck versperrte. Direkt in der Mitte drüber war mir dann doch zu heikel, Gerhard fand im Zwickel am Übergang zum Rotkopf einen nervenschonenderen Durchschlupf und so konnten wir ins steile Ostkar einfahren. Der Lohn waren kilometerweit unverspurte Hänge mit Traumbedingungen. Insgesamt eine geniale Überschreitung in genialer Landschaft.

GPS-Koordinaten eigene Messung - Angaben ohne Gewähr (Datum: WGS 84 Positionsformat: Dezimal)


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