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Vinatzer-Verschneidung
Tour 547 2750m Ciavazes, Südwestwand "Vinatzer-Verschneidung" Dolomiten / Sella Klettern 6 A0 28.09.14    

Einfach zu erreichende und originelle Route www.sirdar.de

Fakten
Zustieg:1.0h ab Sella-Joch
Route:250Hm, 3-4h, viele Normalhaken, zusätzlich muss man selber absichern
Ausrichtung:Südwest
Abstieg:1h, Abseilpiste und abklettern (2)
Besonderheit:Trotz Verschneidung im oberen Teil sehr luftige Kletterei

Ausgangspunkt:
Sella-Joch (2244m)

Anfahrt:
Von Gröden hoch zum Sella-Joch, Parkplatz am höchsten Punkt der Straße bevor es Richtung Canazei bergab geht. Hier Einstieg zu den Klettertouren an den Sella-Türmen.

Stützpunkt:
Direkt an der Passstraße mehrere Möglichkeiten.

Route:
Ciavazes, Südwest-Wand, "Vinatzer-Verschneidung", 6 A0, 8SL (J.B.Vinatzer, L.Rifesser, 1934)

Routenbeschreibung (Topo) als PDF: topo_ciavazes_vinatzer.pdf

Vinatzer
Dach mit Schulterriss

Vinatzer
Ungefährer Verlauf der Route mit Abstieg

Charakter:
Es stecken viele Normalhaken, die Route wird oft begangen. Zusätzlich müssen selber Sicherungen angebracht werden, was einfach möglich ist (Sanduhren). Die Schlüsselstellen können A0 geklettert werden. In der Route fester Fels. Gefahr besteht am Austieg auf den Schotterkegel im Gipfelbereich. Hier vorsichtig sein, um nicht nachfolgende Kletterer mit Steinen zu bombardieren.

Karte:
Tabacco Nr. 05 "Val Gardena / Gröden", 1:25000

Führer:
Mauro Bernardi "Klettern in Gröden und Umgebung - Band 2", Athesiaverlag

Link:
-

Openstreetmap: Vinatzer-Verschneidung
Quelle: www.openstreetmap.org

Titel: Schulter im Riss
Bergspezln: Gerhard

Vinatzer Nach der Schubert-Werner-Kante am Tag gleich darauf noch eine Route der alten Helden. Diesmal eine Vinatzer-Tour. Auch bei der Vinatzer-Verschneidung an der Ciavazes fragt man sich hinterher, wie sind die Erstbesteiger mit mangelhaften Material da bloß hochgekommen. Von der Schwierigkeit her ist die Vinatzer-Verschneidung durchaus vergleichbar mit dem erwähnten Schubert-Werner-Monster. Aber der Fels ist fest und sonnig, das ganze Ambiente wirkt irgendwie viel leichter, eben wie in den Dolomiten und nicht so abschreckend.
Zum Warmklettern geht die Tour recht einfach los, bald ist man in der Verschneidung die den Weg eigentlich klar vorgibt. Durch geschickte Routenführung werden schwierige Stellen aber nicht zwangsweise erkämpft, sondern elegant umgangen. Das mag ich an den Touren klassischer Prägung so. Diesen unbestechlichen Sinn für die beste Linie.
Nach oben wird es dann schwieriger, über eine sehr glatte Platte muss man sich in einen Riss zurückhangeln. Dann folgt die nominelle Schlüsselseillänge. Ein 6m-Riss, glatt, abdrängend, aber gut mit Normalhaken bestückt und von daher A0 machbar. Wie ist da der Vinatzer drübergekommen? Irgendwie wohl schon. Drüber hockt man in einer kleinen Nische und staunt erstmal ob des weiteren Weges. Da ist eine Dachkante, die waagrecht nach außen zieht. Im rechten Winkel, mit viel Luft unter sich, muss man dann nach 3m in einen Riss schlüpfen und senkrecht nach oben kriechen. Man staunt immer noch und wagt gar nicht einzusteigen. Letztendlich ist die Kletterei im Vergleich zum Schein mit 5+ doch recht überschaubar und es finden sich auch viele Haken, was die Psyche beruhigt. Nur an der Dachecke hat man eben nur Luft unter den Füßen, während man sich mit der Schulter verzweifelt im Riss verkeilt, dabei erspäht man auch noch einen alten verrotteten Holzkeil. Vinatzer?
Noch eine sehr schöne letzte Seillänge und es wartet das ganz große Dolomiten-Panorama. Die Abseilpiste erzeugt mit den Sella-Türmen unter und neben sich auch eine gewisse "Sog-Wirkung", das ist schon alles verflucht steil hier.

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Alle Texte und Bilder so nicht anders vermerkt von Stephan Rankl.
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