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Sulzkogel, Finstertaler Schartenkopf
Tour 140 3016 m Sulzkogel Stubaier Alpen Skitour M 13.04.03    
Tour 555 2855 Finstertaler Schartenkopf Stubaier Alpen Skitour M 22.12.14    

Zwei Tourenklassiker über Kühtai www.sirdar.de

Fakten
Höhenmeter:Sulkogel 1000Hm, Schartenkopf 800Hm
Zeit:2h bis Südende Finstertalersee, 1.5h Sulzkogel, 1h Schartenkopf
Ausrichtung:zu querende Hänge am Finstertalersee Westseite, beide Gipfelaufstiege zuerst Nordmulden, dann eher ostseitig
Lawinengefahr:Querung Finstertalersee, Einzugsbereich! Sulzkogel, steiler Gipfelaufbau. Schartenkopf, bei geschickt gelegter Spur können einige kritische Zonen umgangen werden
Besonderheit:Sulzkogel, einfacher Blockgrat zum Gipfel

Ausgangspunkt:
Kühtai (2017 m), Dreiseenbahn-Talstation (1980m)

Anfahrt:
Von Kematen durchs Sellrain bis Kühtai. Parkplatz bei der Dreiseenbahn-Talstation.

Stützpunkt:
Auf Tour keiner. Direkt am Beginn der Tour, die Dortmunder Hütte (www.dortmunderhuette.at)

Skirouten
Südende Finstertalersee
Der Finstertalersee ist ein Stausee, schon von der Straße sieht man die mächtige Staumauer. Man kann längs der Piste aufsteigen und dann unter dem Damm nach links queren, oder zunächst flach im Tal bleiben und zuletzt steil zum Damm aufsteigen. Am linken Eck erreicht man die Dammkrone.
Hoch über dem See quert man nun auf einem breiten Weg nach Süden um den See herum. Die zu querenden Hänge sind dabei nicht ganz lawinensicher (Ausrichtung Süd, tageszeitliche Erwärmung!), es besteht zum Teil Abrutschgefahr.
Am Südende des See gelangt man nach einem steilen Abschnitt in ein Tal, hier teilen sich die Wege zum Schartenkopf und Sulzkogel. Bis hierher 2h.

Sulzkogel
Am Ende des Sees in das rechte Tal (Südwesten). Weiter oben eine Felsbarriere, am linken Rand steil auf die obere Trasse und immer in westlicher Richtung weiter das Trogtal hoch. Über einen steilen Südosthang geht es in den Sattel am Gipfelfuß. Hier Skidepot und über Blockwerk zum Gipfel. Hangrichtung, unten einige Nordmulden, am Gipfel steiler Südosthang. Die Tour ist beliebt und wird oft, auch früh in der Saison, begangen. 1.5h vom See. Abfahrt entlang des Aufstiegs.

Finstertaler Schartenkopf
Nach dem kurzen steilen Aufstieg vom See weg läuft man quasi direkt auf den Schartenkopf zu. Zum Sulzkogel geht es rechts weg, zum Schartenkopf steigt man links in ein Seitental und umrundet den Schartenkopf zunächst. In dem muldenreichen Gelände hält man sich zunächst mittig, wenn das Tal nach Westen schwenkt, bleibt man links im Tal in der Nähe der begrenzenden Felswand. So läßt sich die Steilstufe unterhalb der Finstertalerscharte relativ einfach und sicher überwinden. Nach der Steilstufe geht es in die Scharte. Auf der Südseite und zum Schluß entlang des Grates gelangt man zum Gipfel. Evtl. vorher Skidepot. 1h vom See. Bei guten Bedingungen kann man über die steile Nordostflanke abfahren, ansonsten wie Aufstieg.
Wie beim Sulzkogel bewegt man sich in einem schattigen Tal, bei guter Spuranlage bleibt die Lawinengefahr gering (gilt nicht für die Abfahrsvariante). Aufpassen muss man in der Steilstufe unter der Finstertalerscharte.

Sulzkogel
Aufstieg zum Sulzkogel

Schartenkopf
Querung am Stausee entlang

Schartenkopf
Schlussspurt zum Gipfel

Karte:
AV-Karte 31/2 "Stubaier Alpen, Sellrain", 1:25000

Führer:
Dieter Seibert, "Skitouren Stubaier Alpen, Steiger Skitourenführer", Steiger Verlag, 1. Auflage 1996, Augsburg

Link:
www.almenrausch.at

Openstreetmap: Sulzkogel
Quelle: www.openstreetmap.org

Sulzkogel: Sumpf, Sulz, Powder, Firn
Bergspezln: Betty

Etwas spät kamen wir los, erst um neun Uhr starteten wir vom Auto. Die Sonne brannte schon ganz schön runter, ob da die Südhänge nicht sulzig werden, bzw. gleich ganz abgehen? Nun zumindest letzteres war nicht der Fall. Man geht zuerst auf einen Staudamm zu und zu unserer Verwunderung waren da tatsächlich ein paar Skispuren quer den Damm runter. So freute ich mich die ganze Tour schon auf dieses zusätzliche Abfahrtsschmankerl.
Die Tour ist landschaftlich wirklich sehr schön, teilweise erinnert sie sogar ein bißchen an Westalpen. Der Gipfel steht auch sehr einsam da und erst ganz zuletzt geht einem ein Licht auf, wie man da mit Skiern überhaupt hochkommt. Inzwischen wurde der Schnee doch ziemlich sulzig und die Ski fingen an zu stollen. Das machte die Sache etwas anstrengend.
Der letzte Hang hat es noch mal in sich und ist ziemlich steil, dafür steigt man dann wunderschön direkt auf den anfangs sehr schmalen Südgrat aus. Der Gipfelgrat oben war ziemlich verwächtet, sorgte damit für eine umso eindrucksvollere Kulisse. Jedoch sind die letzten Meter zum Gipfel hoch keineswegs schwierig.
Vor der Abfahrt machte ich mir schon ein wenig Sorgen. Hält der obere steile Südosthang noch? Die Sonne knallte inzwischen ganz schön runter. Nun, er hielt aber ganz wohl war mir bei der Sache nicht. Zu unserem Erstaunen erwischten wir weiter unten sogar noch Pulverschnee und ein paar Abfahrtsmeter Firn! Nach dem wir für den Kilometer am Stausee entlang noch mal die Felle aufziehen mußten, kam das worauf ich mich die ganze Zeit gefreut hatte, Abfahrt über den Staudamm! Und in der Tat, dank Nordlage grundloser Pulverschnee ...
Los gehts! Gipfel-Panorama Impi finest.


Schartenkopf: Windige Angelegenheit
Bergspezln: Woife

Schnee war noch nicht viel Sicht, da hilft dann nur ein hoher Ausgangspunkt. Kühtai liegt hoch und so konnten wir vom Auto weg mit Skiern laufen. Zuerst zum Stausee mit der vom Tal aus gesehen sehr eindrucksvollen Staumauer. Die Querung am See entlang war nicht ohne, zum Teil sehr hart gefrorener Schnee, dann wieder mit Triebschnee drauf, der auch keinen Halt bot. Nach dem See verläßt man die Autobahn zum Sulzkogel nach links und gelangt in ein vergleichsweise ruhiges und abgeschirmtes Tal. Oben pfiff der Wind, in den Mulden waren wir geschützt. Dafür war es auch ziemlich schattig. Die Steilstufe zur Finstertalerscharte kann man geschickt links überwinden. Ab der Scharte standen wir zwar in der Sonne, aber der Föhnsturm machte die Sache ungemütlich. Der Schartenkopf ist ein guter Aussichtspunkt und sofort hätte man wieder ein halbes Dutzend Ideen für weitere Skitouren beeinander. Eine Möglichkeit wäre mit ein wenig Gegenanstieg nach dem Schartenkopf noch die Kraspesspitze mitzunehmen, doch wir ließen es für diesen Tag gut sein und machten uns an die Abfahrt.
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Alle Texte und Bilder so nicht anders vermerkt von Stephan Rankl.
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