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Kingspitze
Tour 580 2621m Kingspitze, Nordostwand "Lüthy-Steuri" Berner Alpen Klettern 6A0 26.07.15    

Skurrile "Granitberge" aus Kalk www.sirdar.de

Fakten
Zustieg:Vom Parkplatz Rychenbachalp gut 2h
Route:20SL, 5h, saniert
Ausrichtung:Nordost
Abstieg:langwierig, alpin, 3-4h
Besonderheit:siehe Abstieg

Ausgangspunkt:
Parkplatz Rychenbachalp (1574m)

Anfahrt:
Von Meiringen die kleine Bergstraße hoch Richtung Rosenlaui, bzw. Große Scheidegg fahren (gebührenpflichtig). Kurz vor dem Hotel Rosenlaui zweigt links eine private, nochmal extra gebührenpflichtige Schotterstraße zur Rychenbachalp ab. Parkplatz ca. 200m vor der Alp. Wegen Taxe für diese Straße siehe Bild:

Kingspitze
Gebührenordnung Rychenbachalp

Stützpunkt:
Engelhornhütte (1901m)
www.aacb.ch/engelhorn.php

Von der Rychenbachalp führt ein markierter Steig in 1h zur Hütte. Der Weg ist steil und quert rutschige Geröllhänge. Also Vorsicht bei Nässe.

Route:
Kingspitze, Nordostwand "Lüthy-Steuri", 6A0, 20SL (H.Steuri, M.Lüthy, H.Haidegger 26. September 1938)

Routenbeschreibung (Topo) als PDF: topo_kingspitze.pdf

Kingspitze
Das Ochsental mit der Kingspitze

Kingspitze
Ungefährer Routenverlauf am Einstieg (... bin mir aber ned 100% sicher)

Kingspitze
Abstieg, nach der markanten, glatten Rinne

Kingspitze
Die Nordostwand der Kingspitze

Charakter:
Route ist saniert. An den Standplätzen überwiegend Muniringe, sonst 2 BH. Auch dazwischen viele BH und NH. Zur Verbesserung der Absicherung muss aber trotzdem zwingend selber was gelegt werden. Anhaltend schwierige, super Kletterei. Nur stellenweise, v.a. am Zustieg zur Einstiegsverschneidung brüchig. Abstieg ist langwierig (3-4h) und richtig alpin.

Karte:
SAC-Karte 1210 "Innertkirchen", 1:25000

Führer:
"Best of - Genuss Band 3", Panico Alpinverlag

Link:
-

Openstreetmap: Kingspitze
Quelle: www.openstreetmap.org

Titel: Pause-Extrem Nr. 7
Bergspezln: Gerhard

Kingspitze So richtig bekannt sind die Engelhörner in Münchner Kreisen ja nicht gerade, schon gar nicht die Kingspitze. Die liegen halt im Berner Oberland und da fährt man normalweise aus anderen Gründen hin. Schon vom Tal aus wirken die Engelhörner sehr unnahbar, richtig schroffe Zacken. Leichte Wege gibt es da nicht, soviel ist schon von unten klar.
Bevor es ans Wandern geht, muss man erstmal berappen und zwar gleich zweimal. Zum einen die Straße hoch Richtung Rosenlaui und dann auch noch den Abstecher zur Rychenbachalp. Wir durften aber auf Nachfrage auch am Parkplatz der Alp übernachten. Wobei die Engelhornhütte wohl auch alles andere als überlaufen ist, den Eindruck machte die Hütte nicht, als wir nach einer Stunde den schmalen und durchaus spannenden Pfad dahin erledigt hatten. Mangels Ortskenntnisse und Nebel im Ochsental wußten wir zunächst auch erst mal gar nicht, wo die Kingspitze dann zu finden wäre. Kaum zu glauben, wenn man dann davor steht und die Nordostwand zum ersten Mal in voller Pracht sieht. Unglaublich steil geht es nach oben.
Den Einstieg fanden wir relativ gut und dann geht es nach etwas brüchigen Vorgeplänkel mit der Einstiegsverschneidung auch gleich gut zur Sache. Die Route läßt bis oben hin nicht mehr locker. Eine schöne Seillänge reiht sich an die nächste. Dank überlegter Sanierung kann man sich gut auf das Klettern konzentrieren, ohne das gleich der alpine Charakter der Tour kaputt gebohrt worden wäre. Die erste Schlüsselseillänge ging noch ganz gut her. An der zweiten war ich auch mit Vorstieg dran und hatte ordentlich zu kämpfen. Einen Meter musste ich mir technisch erkämpfen. Aber bei gut 600m Kletterlänge kann man das verschmerzen.
Zum Schluss führt ein Grat zum Gipfel. Die Engelhörner scheinen tatsächlich nur aus sehr schroffen Spitzen zu bestehen, schöne Kletterwände, wohin man schaut. Auch das Scheidegg-Wetterhorn kann man aus ungewohnter Perspektive begutachten. Am Gipfel hat man bei dieser Tour tatsächlich erst die Hälfte geschafft, der Abstieg ist lang und sehr alpin. Das macht die Tour aber nur noch wertvoller, wie ich finde. Nachdem man es vom Gipfel über den Westgrat auf das Geröllfeld darunter geschafft hat, steuert man eine sehr markante, große und glatte Rinne an. Aus dieser darf man den Ausstieg nach rechts nicht verpassen. Es folgt eine Querung zum Ochsensattel und über einen nicht enden wollenden Gratrücken geht es zurück ins Ochsental. Man bewegt sich ständig im steilen Schrofengelände. Bei Nässe wäre das alles definitiv furchtbar und so hatten wir Glück, vor dem ersten Regen den Talboden wieder erreicht zu haben.

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Alle Texte und Bilder so nicht anders vermerkt von Stephan Rankl.
www.sirdar.de - Kommentar

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Name: Marianus
Datum: Tuesday 2016-08-09 21:26:39
Betreff: Strassen-Zoll, Parkgebühren
Nachricht:
ACHTUNG, kleine Korrektur: Gebühren muss man nur einmal bezahlen und zwar die Parkgebühren oben am Parkplatz wenn man zur Engelhornhütte los geht (also nicht der Parkplatz an der Gletscherschlucht). Und zwar bezahlt man hier an der Alphütte die nach ca. 5 Min. linkerhand auftaucht wenn man die Strasse weiter geht. Den Automat auf der Zufahrts-Strasse kann man getrost links liegen lassen... denn diese Gebühren wären fürs Parkieren im Bereich der Gletscherschlucht !
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