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Graue Wand
Tour 581 3172m Graue Wand, Südwand "Niedermann" Urner Alpen Klettern 6+ 28.07.15    

Klassiker am Furkapass www.sirdar.de

Fakten
Zustieg:Vom Parkplatz Tätsch 2h, von Albert-Heim-Hütte 1h
Route:11SL, 5h, saniert
Fels:Granit, überwiegend Risskletterei
Ausrichtung:Süd
Abstieg:Abseilpiste
Besonderheit:für den Zustieg werden Pickel und Steigeisen benötigt

Ausgangspunkt:
Parkplatz Tätsch (2272m)

Anfahrt:
Von Andermatt Richtung Furkapass, oder von dort kommend. Ca. 200m hinter dem Hotel Tiefenbach in Richtung Furkapass zweigt eine unbefestigte Privatstraße ab. Gegen Gebühr kann man bis zum Parkplatz Tätsch fahren.

Stützpunkt:
Albert-Heim-Hütte (2543m)
www.albertheimhuette.ch

Vom Parkplatz Tätsch in 1h auf markierten Steig erreichbar.

Route:
Graue Wand, Südwand "Niedermann", 6+ (6 obl.), 11SL (M.Niedermann, W.Sieber, Staehli 1964)

Routenbeschreibung (Topo) als PDF: topo_grauewand.pdf

Graue Wand
Einstieg Graue Wand, bzw. Gletschhorn

Graue Wand
Südwand "Niedermann"

Charakter:
Stände saniert. Dazwischen ein paar Bohrhaken, auch Normalhaken. Es muss viel selbst gelegt werden, was mit einem kompletten Satz Friends gut gelingt. Ein großer leistet auch gute Dienste. Der Granit ist sehr fest, die Wand sehr steil. Unten überwiegen sehr runde Griffe, was die Kletterei schwierig macht (gewöhnungsbedürftig). Es hat eine komplett eingerichtete Abseilpiste. Sehr beliebte Route.

Karte:
SAC-Karte 255 "Sustenpass", 1:50000

Führer:
Jürg von Känel "Plaisir Ost", Edition Filidor

Link:
-

Openstreetmap: Graue Wand
Quelle: www.openstreetmap.org

Titel: Pause-Extrem Nr. 8
Bergspezln: Gerhard

Graue Wand Wir hatten am Parkplatz Tätsch genächtigt. Die Niedermann an der Grauen Wand sollte es also sein. Schon beim Zustieg hat man genügend Gelegenheit, sich vor der Steilheit der Wand zu fürchten. Mit Pickel und Steigeisen bewaffnet, meisterten wir das Schneekar bis zum Einstieg und waren dort erstmal verwirrt. Überall Bohrhaken, was ist denn nun der richtige Einstieg?
Der große, offensichtliche Riss rechts kann es nicht sein, auch wenn wir das zunächst vermuteten. Ein etwas unscheinbarer Riss links davon muss es sein, da glänzten auch zwei Bohrhaken. Mutig stieg ich also ein und sah mich bald am Ende meiner Vorstiegskünste angelangt. Vor mir 10 Meter seichter Riss ohne Fixpunkt. Dazu die runden Griffe, für die die Tour im unteren Teil berüchtigt ist. Ich musste wieder abseilen. Gerhard durfte die ersten drei Seillängen ran. Die schwierigsten der Tour, auch wenn weiter oben nominell nochmal gleichschwierige kommen. Die Unterschied für mich waren die runden Griffe, die oben doch beiweiten "eckiger" ausfallen. Es dauerte also bis zur vierten Seillänge, bis ich mich soweit moralisch wieder gefangen hatte, um in gewohnter Weise in Wechselführung weiterzuklettern.
Die Wand über einem macht dabei immer einen abweisenden, steilen oder gar überhängenden Eindruck. Die "Niedermann" windet sich dabei entlang von Risssystemen geschickt durch. In der Mitte der Tour steht man sogar auf einer Wiese, die hätte man an diesem Ort nun wirklich nicht vermutet.
Danach kommt der für mich schöne Teil der Kletterei. Piazen an Schuppen, ein paar Platten und tief im Riss hochrampfen. Alles dabei.
Am Gipfelblock angekommen, findet sich auch der erste Abseilstand. Ob es wirklich der höchste Punkt ist, kann man gar nicht so genau einschätzen, der Gratverlauf ist schon sehr zerklüftet. Ein Blick die Nordflanke hinab, oh ja, da ist es mal so wirklich brüchig, im krassen Gegensatz zur Südseite. Bei der Abseilerei merkt man dann auch, wie steil die Wand wirklich ist und freut sich nochmal, ob der geschickten Routenführung. Man sollte beim Abseilen immer einen Blick in die sandigen Spalte und Risse werfen, in der Furkapass-Gegend lässt sich immer der eine oder andere Bergkristall entdecken. So auch dieses Mal, ein richtig großer Brocken, nur leider halt nur ein Bruchstück.
Insgesamt also eine tolle Tour, ich fand sie aber ziemlich heftig. Dennoch ist die Tour sehr beliebt, eine regelrechte Modetour.

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Alle Texte und Bilder so nicht anders vermerkt von Stephan Rankl.
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