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Juifen, Hochplatte
Tour 641 1988 Juifen, Hochplatte (1813m) Karwendel Skitour L 18.02.17    

Altbekannte, beliebte Skitourenberge www.sirdar.de

Fakten
Höhenmeter Juifen:1200Hm (mit Gegenanstiegen)
Höhenmeter Hochplatte:500Hm ab Sattel, 950Hm ab Tal
Zeit:3h (Aufstieg), Hochplatte 1.5h zusätzlich
Lawinengefahr:Juifen mittel, Hochplatte gering
Hangrichtung:Ost - Süd
Besonderheit:Den ganzen Winter viel begangene Touren

Ausgangspunkt:
Wanderparkplatz Tiroler Land (890m)

Anfahrt:
Vom Achenpass kommend bis zum nördlichen Ende von Achenkirch. Hier findet sich auf der rechten Seite ein kaum zu übersehender, großer Parkplatz (gebührenpflichtig) beim Restaurant Tiroler Land.

Stützpunkt:
Falkenmoosalm (1320m)
Im Winter sporadisch geöffnet

Skitour Juifen:
Vom Parkplatz steigt man über eine Wiese zu ein paar Häusern auf. Dahinter beginnt eine Forststraße zur Falkenmoosalm, welcher man folgt. Bei einem Schild zweigt links der Steig zur Falkenmoosalm und rechts der Fahrweg ab. Den Steig kann man für den Aufstieg benutzen, der Fahrweg ist für die Abfahrt besser.
Beide führen durch den Wald und treffen bei einer freien Alm wieder aufeinander. Über die Almwiesen direkt aufsteigen, bis man die Falkenmoosalm erreicht, welche erst im letzten Moment sichtbar wird. Dahinter sieht man eine Schneise zu einem Kamm aufsteigen. Man folgt dieser Schneise und dann am breiten Rücken entlang, bis man einen Sattel erreicht. Hier teilen sich der Weg zur Hochplatte und zum Juifen auf. Schilder weisen den richtigen Weg.
Zum Juifen hält man sich auf einem Ziehweg rechts und gelangt leicht fallend in den Kessel mit der Großzemmalm (1535m). Nun in westlicher Richtung zu einer einzelnen Almhütte (Lämpereralm, 1720m) aufsteigen. Hier am Kamm etwas hoch und unter der Marbichler Spitze weiter nach Westen in einen Sattel queren. Hier beginnt nun der langgestreckte Schlussgrat bis zum Juifen.

Abfahrt entlang des Aufstiegs. Vom Sattel vor der Marbichler Spitze kann man einen schönen Hang mitnehmen und mit nur kurzem Gegenanstieg wieder zur Lämpereralm aufsteigen.

Juifen
Der Kessel mit der Großzemmalm.

Juifen
Schlussanstieg zum Juifen.

Skitour Hochplatte:
Die Hochplatte kann man nach dem Juifen noch gut mitnehmen. Vom Tal aus ist der Aufstieg bis zum Sattel oberhalb der Falkenmoosalm identisch, so wie beim Juifen beschrieben. Dort wo der Ziehweg zum Juifen rechts abzweigt, gelangt man linkshaltend über einen langgestreckten Gratrücken zur Hochplatte. Kurz unterhalb des Gipfels hat es eine Steilstufe, diese kann man direkt angehen, besser ist es jedoch, an dieser links vorbei zu gehen.
Abfahrt dann am Kamm entlang zurück zur Falkenmoosalm.

Hochplatte
Hochplatte gesehen von der Falkenmoosalm.

Hochplatte
Nach der Steilstufe.

Hochplatte
Die Hochplatte gesehen bei der Abfahrt vom Juifen.

Charakter:
Am Juifen hat man einiges an Weg zu machen. Nur der Hang und die Querung (Ausrichtung Nord) unterhalb der Marbichler Spitze ist etwas lawinengefährdet ist. Ansonsten ist die Lawinengefahr, abgesehen von den Abfahrtsvarianten, gering.
Die Hochplatte ist eine insgesamt sehr sichere Skitour. An beiden Bergen wird man nie allein sein, die Touren sind äußerst beliebt. Gerade nach Neuschnee sind sie sehr zu empfehlen, es hat viele schöne freie Hänge. Die ganz große Abfahrt findet man hier allerdings nicht.

Karte:
Bayerisches Landesvermessungsamt, "Karwendel", Blatt UK50-51, 1:50000

Führer:
Doris & Thomas Neumayr "Skitourenführer Karwendel, Rofan, Wetterstein", Panico Alpinverlag

Link:
-

Opentopomap: Juifen
Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende, SRTM | Kartendarstellung: © OpenTopoMap (CC-BY-SA)

Titel: Abgehakt
Stephan unterwegs mit: sich selbst

Juifen und Hochplatte reizten mich bisher nicht so. Der berüchtigte Massenansturm an schönen Tagen auf diese zwei armen Berge war auch bis zu mir durchgedrungen. Und jedes Mal wenn man am Ausgangsparkplatz vorbeifuhr, sah man die Autos sich stapeln. Nun also doch, das Wetter war nicht ganz so gut vorhergesagt, das sollte den Großteil der Masse in der Stube halten.
Und siehe da, um 7:30 Uhr war ich der einzige weit und breit und durfte spuren. Das wäre auch so bis zum Gipfel geblieben, wenn ich mir oberhalb der Falkenmoosalm nicht einen Verhauer geleistet hätte. Schön ist die Tour schon, ohne Frage. Auch wenn ich wegen dem Nebel nicht allzu viel sah. Man kann bei der Abfahrt auch mehrere kleine Hänge mitnehmen, die dann erforderlichen Wiederaufstiege halten sich aber in Grenzen.
Zurück am Abzweig zur Hochplatte wollte ich auch diesen Berg noch mitnehmen. Die Mühen hierfür halten sich in Grenzen und wenig später konnte ich mich mit einem zweiten Gipfel belohnen. Allein war ich jetzt definitiv nicht mehr. Nur die Hochplatte hat kurz vor dem Gipfelkreuz eine kleine Sortierstelle in Form einer Steilstufe. Ohne gute Spitzkehrentechnik kommt man hier direkt nicht drüber. Die Steilstufe kann man auch einfach links umgehen, muss man aber wissen, ist nicht offensichtlich.

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Alle Texte und Bilder so nicht anders vermerkt von Stephan Rankl.
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