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Rosskopf
Rosskopf (1580m), Bayerische Voralpen, Skitour (leicht) www.sirdar.de

Beim Rosskopf handelt es sich um eine leichte Skitour im Spitzingseegebiet. Man läuft von der Albert-Link-Hütte quasi entlang der Stümpfling-Bahn hoch, ohne jedoch direkt mit dem Pistenbetrieb in Kontakt zu kommen. Für die Abfahrt lässt sich die Piste jedoch nutzen, weshalb die Tour schon früh im Jahr unternommen werden kann.

Fakten
Ausgangspunkt:Spitzingsee (1090m)
Höhenmeter:600Hm
Zeit:3h gesamte Runde
Lawinengefahr:kaum, nur bei sehr starker Erwärmung
Hangrichtung:Ost
Besonderheit:Immer in Pistennähe

Openstreetmap: Rosskopf
Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende, SRTM | Kartendarstellung: © OpenTopoMap (CC-BY-SA)

Ausgangspunkt:
Möglichkeiten zum Parken gibt es am Spitzingsee viele. Je später man dran ist, umso schwieriger wird es halt. Ich wähle gerne den (gebührenpflichtigen) Parkplatz an der Kirche (1090m).

Wegbeschreibung:
An sich startet die Tour in der Nähe der Albert-Link-Hütte. Dorthin führt eine Fahrstraße. Man kann aber auch in Spitzingsee den Bach überqueren und dann links dem Stichweg folgen (Wanderschild Albert-Link-Hütte). Man kommt etwas oberhalb eines Schlepplifts raus und fährt am besten zu diesen hinab. Dann folgt man kurz der Piste, auf der man nun natürlich direkt aufsteigen könnte. Aber warum sich das antun? Wesentlich idyllischer ist es, den Forstweg links eines Baches aufwärts durch den Wald zu folgen.
Man kommt dann bei einer kleinen Almhütte unter der Stolzenberg-Nordflanke heraus. Hier hält man sich rechts und quert an der Grenze zwischen Wald und freien Gelände einen etwas steileren Hang. Dort wo es geht, sollte man sich gleich etwas links aufwärts halten, so gelangt man direkt zum Grünsee. Das Ziel ist nun sichtbar, ein letzter steiler Hang trennt einem vom Gipfel. Vom See weg hält man sich zunächst am linken Rand des Hangs, um dann oben nach rechts Richtung Piste zu queren.

Bei guten Bedingungen kann man den Osthang zum Grünsee direkt abfahren und dann entlang der Piste hinunter Richtung Albert-Link-Hütte. Man auch gleich dieser ganzen Piste folgen, welche knapp unterhalb des Rosskopf bei einem Sessellift beginnt. Von der Wiese auf der die Albert-Link-Hütte steht, hat man einen kleinen Gegenanstieg nach Spitzingsee zu bewältigen. Man kann sich diesen weitgehend sparen, wenn man der Piste unter der Stümpfling-Bahn beginnend bei der Stümpfling-Alm folgt.

Charakter:
Einfache Tour, welche wegen der Piste auch früh, oder spät im Jahr geht. Ganz lawinensicher ist die Tour nicht, der steile Osthang unter dem Rosskopf bietet dahingehend einiges an Potential. Er liegt von der Früh weg in der Sonne und ist von daher gefährdet für Gleitschneerutsche.

Stützpunkte:
Spitzingsee, Albert-Link-Hütte

Weitere Infos:
Siehe Tour 311


Für Thomas
Ich laufe meine erste Skitour seit fast zwei Jahren und Thomas ist seit zwei Wochen tot. Das ich überhaupt hier bin, habe ich nach meinem Sturz am Watzmann vor allem ihm zu verdanken. Gemeinsam waren wir auch am Rosskopf, als Eingehtour am Anfang des Winters. Thomas war hier oft oben, nach seinen Erzählungen war das einer seiner Trainingsberge. So möchte ich am Aufstieg einerseits vor Freude heulen, weil es so schön ist, sich wieder als Bergsteiger fühlen zu dürfen und einfach nur da zu sein. Andererseits muss ich an die vielen großartigen Touren mit Thomas denken. Tiefgreifende Gespräche haben wir leider nur selten geführt, dafür waren wir uns halt doch zu ähnlich. Aber auch darin, was eine gute Tour ist, waren wir uns einig. Oh Mann, wie schnell die Zeit vergeht, wie schnell vieles unwiederbringlich verloren geht. Es gilt, jeden Tag zu genießen.

Okay, das klingt jetzt wieder nach Spaß-Befehl, das will man ja auch nicht. Heute genieße ich den Tag aber. Ich halte mich von der Albert-Link-Hütte links von der Piste und habe so mit dieser nix zu tun. Ein Forstweg bringt mich hoch zu einer Alm unter der Nordflanke des Stolzenbergs. Wie idyllisch das ist, ich war hier nie bei schönen Wetter. Da hätte ich was versäumt, die Aussicht braucht sich nicht zu verstecken und am Gipfel darf man das große bayerische Alpenpanorama auf sich wirken lassen. Im Fernen leuchtet München. Ich war kurz vor dem Ziel ziemlich am Hecheln, wie meinetwegen an der Dufourspitze oder so. Aber nicht wie am Aconcagua. Es ist also noch Luft nach oben.
Runter merke ich, wie mir nach meinem Unfall noch die Kraft im rechten Bein fehlt. Außerhalb der Piste habe ich also noch nix zu suchen. Aber es wird schon und ich hab Zeit.

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Stephan unterwegs am 17.03.2019
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Alle Texte und Bilder so nicht anders vermerkt von Stephan Rankl.
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