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Buchstein
Tour 97 1600 m Roßsteinnadel, Nordwand Bayerische Voralpen Klettern 5- 09.05.02    
Tour 98 1698 m Buchstein, Nordkante Bayerische Voralpen Klettern 5- 09.05.02    

Tour 144 1697 m Roßstein, Westpfeiler Bayerische Voralpen Klettern 4+ 04.05.03    
Tour 145 1698 m Buchstein, Nordkante Bayerische Voralpen Klettern 5 04.05.03    

Tour 275 1698 m Buchstein, Südverschneidung Bayerische Voralpen Klettern 6- 25.11.06    
Tour 413 1698 m Buchstein, Alte Südwand Bayerische Voralpen Klettern 4 09.01.11    

Ein Berg für alle Jahreszeiten www.sirdar.de

Fakten
Zustieg:1-2h.
Routen:Alle Schwierigkeitsgrade, jede Ausrichtung, Mehrseillängen
Abstieg:Normalweg, oder bei manchen Routen ist auch Abseilen möglich

Ausgangspunkt:

Gasthaus Bayerwald (852 m)

Anfahrt von München:

Über Rottach-Egern und Kreuth weiter Richtung Achenpaß. Ausgangspunkt wenige Kilometer nach Kreuth, in der Nähe des Gasthauses Bayerwald (1h von München).

Zustieg:

Dem Wanderweg zur Tegernseer Hütte folgen. Die Roßsteinnadel erreicht man vor Beginn des gesicherten Steiges zur Hütte. Für die Nordwand geht man in eine Schlucht zwischen Roßstein und ~nadel.
Die Buchstein-Nordkante ist von der Hütte bereits gut zu sehen, man steigt kurz nach Norden ab.
Auf den Weg von der Roßsteinnadel zur Tegernseer Hütte kommt man beim Beginn des 2. Drahtseils (Weg biegt ab nach rechts) direkt beim Einstieg des Westpfeilers am Roßstein vorbei.

Um zur Südwand des Buchsteins zu gelangen, unterhalb der Roßsteinnadel vorbei und auf Wegspuren zu einer Rampe. Die markante Südverschneidung zieht in direkter Linie durch Südwand. Einstieg identisch mit der "Mann oder Memme" -> rote Aufschrift "MoM" am Fels.

Route:

Roßsteinnadel-Nordwand: In Falllinie des Gipfelkreuzes empor, es gibt mehrere Varianten (1 SL).

Buchstein-Nordkante (Breitmoser, Hagn, 1937): Am Vorbau mehrere Varianten, entweder über einen Riß (V-) empor, oder daneben leichter (III) durch einen Kamin (1 SL). Hier Stand. Über eine Platte empor zu einem Riß. Durch ihn hindurch schwierig (IV+ A0, V frei) zu einem Standplatz am Beginn einer Rinne. Leicht weiter zum Gipfel.

Roßstein-Westpfeiler (W. Lang 1999): 3 SL (IV+, III+, III+). Immer gerade hoch. Die letzten zwei Seillängen quer durch die Botanik, bis es nicht mehr geht, dann nach links über einen schönen Quergang zum Ausstieg. Übermäßig gut mit Bohrhaken abgesichert. Es wären auch genügend natürliche Sicherungsmöglichkeiten vorhanden.

Buchstein-Südverschneidung (im Jahr 2005 mit Bohrhaken saniert): 1. SL (30m IV-): Vom Einstieg sofort in die Verschneidung und in dieser hoch.
2. SL (25m V+): Weiter entlang der Verschneidung, jedoch teilweise leicht rechts ausweichend. Ziemlich glatte Passagen.
3. SL (40m VI-): Vom Stand nach rechts zu einer parallen Rissverschneidung. Diese wird nach oben hin immer schwerer. Schlüsselstelle der Tour am Ende der Verschneidung. Danach sofort zu einer Rampe nach links queren. Über die erdige Rampe zu Stand bei einem Baum.
4. SL (30m V): Leicht links vom Stand geht es in gerade Linie weiter nach oben.
5. SL (20m II): Über leichtes Gelände wenige Meter bis zum Ausstieg auf den Kamm kurz unter dem Gipfel. Südwandverschneidung
Die Route ist sportklettermäßig eingerichtet, 12 Expressen, kein weiteres Material notwendig. Teilweise (noch) viele erdige Passagen, deswegen nicht gleich nach Regentagen klettern.
Abseilen über die Route, bzw. parallel über die MoM.

Buchstein, Alte Südwand, 4 (Hailer, Stadelbauer, 1903): Wie auf dem Weg zur Südverschneidung die Rampe unter der Südwand hoch, kurz absteigen und abermals hoch zu einer Fichte. Dahinter nahezu waagrechte Querung bis unter eine grasige Wandstelle. Von dort geht es zunächst 3m direkt über ein Wandl, dann leicht links über eine gut mit Gras "gepolsterte" Rampe. Hier nun wieder rechts zurück in die Rinne, die schon von unten zu sehen ist (abgestorbener Baum). Durch die Rinne immer direkt hoch. Zuletzt eine Verschneidung, dann Latschengestrüpp und schließlich eine leichte Platte direkt unter dem Gipfelkreuz.
Je nachdem, wie viel man sichert, 6-8SL. Ca. alle 25-30m ein Standplatz. Viele Normalhaken, Mitnahme von Klemmkeilen und einen Satz Haken dringend empfohlen. Die Route ist ab der Querung nach der Fichte durchgehend 3, mit ein paar Stellen 4. Nicht unterschätzen! Durch die vielen Graspolster und einiges an brüchigem Gestein ist die Route anspruchsvoll. Insgesamt eher unlohnend.

Hütten:

Tegernseer Hütte 1650 m

Abstieg:

Roßsteinnadel: Vom Gipfel abseilen.
Buchstein: Über Normalweg (markiert) zur Hütte absteigen (IIer Gelände).

Karte:

Bayerisches Landesvermessungsamt, Sonderkarte 1:50000, Bad Tölz - Lenggries

Führer:

Horst Höfler, "Klettern in den Nördlichen Kalkalpen", Bruckmann Verlag München
Softrock "Bayerische Voralpen"

Link:

www.bergsteigen.com


Openstreetmap: Buchstein
Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende, SRTM | Kartendarstellung: © OpenTopoMap (CC-BY-SA)

Bergspezln:

09.05.02 Flo, Thomas
04.05.03 Betty (am Roßstein: Flo, Hias, Woife)
25.11.06 Thomas
09.01.11 Walter, Sebastian

09.05.02:
Lauter "erste" Touren heute. Flo's erste Tour im alpinen Gelände, meine erste Klettertour für dieses Jahr. Dazu gesellte sich noch Thomas. Zum Eingehen machten wir zuerst die Westkante an der Roßsteinnadel, danach die Nordwand. Die V- bereitete uns aber eher wenig Probleme. Weiter ging es zum Buchstein. Der untere Teil der Nordkante war sehr schöne Kletterei im besten Fels, oben endet die Tour leider in der Botanik, was den Gesamteindruck etwas schmälert. Auf der Tegernseer Hütte konnten wir bei bestem Wetter noch die Aussicht bis auf das ferne München genießen.
Genau wie an den Ruchenköpfen sind auch an Roß- und Buchstein Dutzende von Routen aller Schwierigkeitskategorien eingebohrt. Langweilig wird einem also hier nicht so schnell, nur das wissen andere auch ...

04.05.03:
Mit dem Karategott Hias und seinen Jüngern waren wir das Wochenende auf der Rauhalm, einer Selbstversorgerhütte der Sektion München, einquartiert. Als krönenden Abschluß kletterten wir am Sonntag noch am nahen Roß- und Buchstein. Das Wetter war traumhaft, wie im Hochsommer. Der Westpfeiler am Roßstein ist Genuß pur, trotz der Latschen in den letzten zwei Seillängen eine sehr schöne Tour. Am Buchstein kletterte ich mit Betty noch mal die Nordkante. Dieses Mal auch die zweite Seillänge, die mit IV+ A0 bewertet ist. Und siehe da wo ich letztes Jahr noch die Umgehung gewählt hatte, gelang mir nun das ganze auch ohne Griff zum Haken. Man klettert in einem Kamin, die Sache ist etwas überhängend, ich schätze mal frei ist diese Seillänge ein Ver.

25.11.06:
Der Fön heitzte die Luft auf frühlingshafte Temperaturen. Fast hätte man in der Südwand im T-Shirt klettern können, aber eben nur fast. Die Südverschneidung wurde aus ihrem Dornröschenschlaf im Jahre 2005 durch eine Sanierung erlöst und dürfte sich binnen Kürze zu dem Klassiker am Buchstein entwickeln. Für meinen Geschmack wurden zwar eigentlich viel zu viele Bohrhaken gesetzt, war aber in den schwierigen Stellen doch auch sehr froh drum. Nur an sich hätte es auch viele natürliche Sicherungsmöglichkeiten gegeben. Sei's drum ... die Route macht Spaß, vier steile Seillängen im festen Fels, was will man mehr.

09.01.11:
Ein Winter wie eine Kneippkur. Mal kalt, mal warm. Dieses Wochenende wieder warm, für Anfang Januar zu warm. Somit war der Zustieg zum Buchstein schon mal problemlos ohne Skier zu bewältigen. Wir waren auch nicht mal die einzigen mit der Idee, an diesem Tag am Buchstein zu klettern. Walter hatte sich einen Uralt-Klassiker ausgesucht.
Ich geb zu, ich hab sie unterschätzt die alte Südwand. Die Idee, die Tour schnell mit den steigeisenfesten Schuhen zu klettern, quasi als Training für größere Aufgaben, bereute ich dann doch. Zu kompakt und plattig das Gestein, wo sich solches mal zwischen den Graspolstern fand. Aber auf letzteren steht man mit den Bollern auch eher mittelprächtig.
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Alle Texte und Bilder so nicht anders vermerkt von Stephan Rankl.
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