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Eisberg
Tour 38 Eisberg "Zick Zack" Berchtesgadener Alpen Alpines Sportklettern 7 30.10.11    

Dank Südlage optimal für den Herbst www.sirdar.de

Fakten
Zustieg:Vom Tal 1.0h,
Route:Zick Zack, 7 (6+A0 obl.), 7SL, alpine Sportkletterroute
Abstieg:über die Route abseilen

Ausgangspunkt:
Alte Reichenhallerstraße, Parkplatz am Beginn des Weges zur Halsalm (ca. 840m)

Anfahrt von München:
München - Salzburger Autobahn - Abfahrt Traunstein/Siegsdorf - weiter Richtung Inzell und Ramsau - auf die alte Reichenhallterstraße (Campingplatz) abbiegen und Richtung Hintersee fahren (links nach Triebenbach) - kurz vor Triebenbach Parkplatz unter Bäumen am Beginn des Weges zur Halsalm. Ca. 1.5h.

Stützpunkt:
-

Route:
Eisberg Zick Zack Eisberg Südwand "Zick Zack", 7 o. 6+A0 (G.Lenz, B.Zauner, A.Burgstaller 2004)
Zustieg:
Vom Parkplatz folgt man zunächst für 300m den Weg zur Halsalm. Rechts führt ein breiter Weg in den Wald (Ahornbäume, viel aufgeschichtes Brennholz). Diesem Weg folgt man steil aufwärts. Nach 30min zeigt ein erster Steinmann den Abzweig nach rechts an (rote Markierungen, schmaler Pfad durch den Wald). Nach weiteren 20min erreicht man einen waagrechten Verbindungsweg. Diesem folgt man nach rechts bis unter die Eisberg-Südwand. Am rechten Rand eines Schotterfeldes geht es mühsam nach oben zu den Einstiegen.

Linkerhand der "Zick Zack" ist eine neue Tour hinzugekommen, "Eisbergfieber, 7+", welche sich gegenseitig kreuzen. Die goldenen Bohrhaken markieren die Eisbergfieber, also nicht verwirren lassen!
1.SL (35m, 5+): Vom Einstieg zum ersten BH, über eine plattige Stelle hinweg, dann recht weit links eine Rampe hoch. Dort wo der Wulst oberhalb durch einen Riss passierbar wird, über diesen hinweg. Gerade über gestuftes Gelände hoch zum Stand. Vorsicht goldener Stand: Eisbergfieber, silberner Stand rechts davon: Zick Zack.
2.SL (25m, 6+): Rechts direkt am Überhang entlang geht es über kleingriffige und nach oben hin schwieriger werdende Platten zum Stand mit Wandbuch.
3.SL (25m, 6+): Vom Stand eher linkshaltend hoch zu einem nach schräg rechts verlaufenden Hangelriss. Diesen ein paar Meter folgen, dann aber bald an Untergriffen waagrecht nach rechts queren und über eine extrem zerfressene Platte gerade hoch zum Stand in einer kleinen Nische.
4.SL (20m, 6): In der Nische bis über den 1.BH hinweg hoch. Dann nach links spreizen und mit Hilfe von versteckten Henkeln um die Kante auf eine weitere Platte schwingen. Diese Platte immer am oberen Ende folgen, zuletzt waagrecht nach links zum Hängestand hangeln.
5.SL (25m, 6+): Weiter nach links hangeln/queren. Über einen Überhang hinweg gelangt man in eine Rinne. Nun leichter zum ersten bequemen Stand auf einer kleinen Terrasse.
6.SL (45m, 7): Vom Stand zunächst etwas abklettern, dann in die Kaminrinne einsteigen und ab nach oben. Die schwierigsten Stellen gleich am Anfang. Oben nach viel Stemmarbeit schließlich doch noch leichter werdend. Stand unter einer letzten Platte vor den Latschen.
7.SL (35m, 6-): Zunächst noch sehr schön an einer Boulderstelle nach links in leichteres Gelände queren. Gerade über zunehmend brüchige Felsen nach oben und direkt durch eine Latschengasse sehr unangenehm hoch zum letzten Stand.

Abstieg:
Entlang der Route abseilen.

Eisberg Zick Zack
Eisberg Zick Zack

Charakter:
Alpine Sportkletterroute. Ausreichend eingebohrt. Für die Schlüsselseillänge braucht es 14 Expressen. Am Anfang besteht Verwechslungsgefahr mit der Route "Eisbergfieber". Die letzten Meter durch die Latschen der 7.SL sind eher unangenehm, schlecht abzusichern und dank vieler loser Wurzeln und Steine potentiell gefährlich, nur der Anfang der 7.SL ist schon schön ... Die Schlüsselseillänge in der Kaminrinne braucht sehr lange, bis sie abtrocknet. Von daher ist die Tour eher für den Herbst zu empfehlen. Dank Südlage kann sie auch noch sehr spät im Jahr gemacht werden.

Karte:
Bayerisches Landesvermessungsamt, "Nationalpark Berchtesgaden", UK 25-1, 1:25000

Führer:
R.Kühberger + G.Forchthammer "Best Of Genuss, Band 1", Panico Alpinverlag, 1. Auflage 2008

Link:
www.stadler-markus.de

Eisberg Zick Zack


Titel: Wenn nur diese Platten nicht wären ...
Bergspezln: Walter, Mikka, Joseph

Eisberg Zick Zack Ein Eintrag im Wandbuch brachte es auf den Punkt "Warum quält ihr euch immer diese Platten hoch ...". Nach den ersten zwei plattigen Seillängen (nach dem Wandbuch) wird die Route aber doch noch abwechslungsreicher, mit ein paar schönen Kletterpassagen.
Beim Zustieg bogen wir einen Weg zu früh in den Wald ab und stiegen querfeldein zum Wandfuß hoch. Ging auch, ist aber nicht zu empfehlen. Etwas verwirrend ist am Anfang der Routenmix mit der "Eisbergfieber", welche völlig logikfrei den Weg der maximalen Schwierigkeiten sucht. Jedenfalls kreuzt die Route mit der "Zick Zack" und so sollte man immer den silbernen Bohrhaken nachlaufen.
Nach den Platten kommen zuerst zwei sehr fotogene Quergänge in steiler Wand. Die Schlüsselstelle schließlich überwand ich im Nachstieg mit Piaztechnik. Weiter oben ist dann noch anstrengendes Kaminstemmen angesagt. Die letzte Seillänge führt nach vielversprechenden Auftakt ins Gemüse und ist nicht ungefährlich.
Ein bisschen schade, dass die Route wieder so unmotiviert im Nirgendwo endet. Nach zwei, drei leichteren Seillängen wäre in der Gipfelwand durchaus nochmal Potential für eine schöne Seillänge.

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Alle Texte und Bilder so nicht anders vermerkt von Stephan Rankl.
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