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Reiseberichte Sirdar.de
Pyrenäen
Einmal Südeuropa bitte!
Korsika, Sardinien, Costa Brava, Pyrenäen
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Juni, Juli 2011
Pyrenäen 2011 Wir nutzten eine Gelegenheit, um zwei Monate auf Achse zu verbringen. Nachdem uns zu viert inklusive Kids (zum Start der Reise 9 Monate, bzw. 3.5 Jahre alt) ferne Ziele doch als zu stressig erschienen, erkundeten wir doch wieder good old Europe, und ja, da gibt es noch eine Menge zu entdecken.
Zu erst grasten wir also die uns noch unbekannten Ecken auf Korsika ab. Eine Fähre sollte uns nach Barcelona bringen, auf die wir aber nur in Sardinien einchecken konnten, weswegen wir auch dorthin einen kurzen Abstecher unternahmen.
Von Barcelona aus ging es nach Norden die Costa Brava hoch. Höhepunkt der Reise, nicht nur von den Höhenmetern her, waren mit Sicherheit die Pyrenäen. Hier begutachteten wir vor allem die fantastischen Natur- und Nationalparks auf der spanischen Seite. Mit einem kurzen Zwischenstopp an der Ardeche ging es schließlich wieder heim und schon waren 8 Wochen rum. So schnell geht das.

Wenn ihr Bilder mit begleitenden Texten sehen wollt, dann klickt auf das Bild unten. Nachdem dies hier ja immer noch v.a. eine Bergseite sein soll, gibt es weiter unten Infos zu den durchgeführten Bergtouren und Klettereien. Allgemeine Infos spare ich mir dieses Mal, nur soviel, die Fähre nach Barcelona wird von Grimaldi Lines betrieben und fährt zur Saison zwischen Rom - Porto Torres (Sardinien) - Barcelona hin und her.

Viele Bilder? Dann klick hier drauf ...



Gardasee
Monte Colt, Parete San Paolo "Via Aganippe": 5SL, 6-

Korsika
Monte San Petrone
Punta di l'Acellu (Bavella-Turm I), Zonzagrat
Sportklettern Conca, Punta Calcina
Punta Tafunata di Paliri

Sardinien
Sardinien

Pyrenäen
Infos
Montserrat, Sant Jeroni (bei Barcelona)
Castell de Sant Salvador de Verdera
Volcà del Croscat
Volcà de Santa Margarida
Gran Encantat, Normalweg
Pic de Quartiules
Pico de Aneto
Pic du Midi d'Ossau
Pic de Tentes, Pic de la Pahule

Korsika
Literatur

Klaus Wolfsperger, "Korsika", Rother Wanderführer, Bergverlag Rother (diverse Auflagen)

Kurt Schall, "Genusskletteratlas Korsika", 1. Auflage 1997, Verlag Kurt Schall
Für den alpinen Kletterer das Buch der Wahl, leider schon vergriffen

B.Maurin, "Falaises de Corse", Verlag: FFME
Ausführlicher Sportkletterführer, auch mit Mehrseillängenrouten, französisch mit ein paar englischen Erläuterungen

N.Luzar, V.Roth, "Topoguide - Kletterführer Korsika", www.topoguide.de, 1. Auflage 2008
Ausschließlich Mehrseillängentouren überwiegend im Schwierigkeitsbereich 6-7, und man kratzt sich schon manchmal am Kopf, wenn man liest, was bei denen alles als Anfängertour durchgeht ...

Für Bergsteiger / -wanderer sind sicherlich auch noch die diversen Führer eines Günter Heimhilcher interessant, die aber alle nicht sonderlich gut lesbar geschrieben sind.


Tour 423 1767 m Monte San Petrone Korsika Wandern L 04.06.11    

Höchster Berg der Castagniccia mit dementsprechend umfassender Aussicht. Relativ leicht vom Col de Prato zu erreichen. Die Anfahrt über verschlungene schmale Bergstraßen ist hierbei schon das halbe Abenteuer!

Anfahrt:
Das Col de Prato erreicht man von der Ostküste nur über sehr verschlungene Bergstraßen, fantastisch! Der nächste größere Ort in der Nähe ist La Porta. Von Westen fährt man über eine nur unwesentlich breitere Straße über Morosaglia zum Col.
Auf Passhöhe finden sich ein paar Häuser, darunter auch eine kleine Snack-Bar/Pizzeria. Der Weg zum Monte San Petrone beginnt genau dort und es finden sich auch Plätze, um das Auto abzustellen.

Monte San Petrone Route:
Man folgt zunächst einem Forstweg, bald durch dichte Wälder, nach Süden. Der Weg zum Petrone ist dabei ausgeschildert, bzw. markiert. Auf einer Kuppe führt der Forstweg schließlich nach unten weiter, man folgt jedoch den gut markierten Steig links den Berg hoch und erreicht so schließlich eine sonnige Lichtung auf der Kammhöhe. Das Ziel ist nördlich gut zu sehen.
Ein schmaler Steig führt zunächst flach bis unter die Gipfelfelsen, bevor es steil zu diesen hoch geht. Es wird zunächst der Vorgipfel erreicht. Der Hauptgipfel ist dann mit einfacher Blockkletterei zu haben. Zeit: 2h.

Abstieg:
Entlang des Aufstiegs. Diverse Rundtouren sind möglich.

Charakter:
Einfache Wanderung mit ein wenig Blockkletterei zum Abschluß.

Tour: Solo
Für diesen Urlaub entdeckte ich für mich den Frühsport, um ein paar Berge zu machen. Sprich im Dunkeln losgehen und gegen Sonnenaufgang den Gipfel erreichen. Vorteil, so früh am Tag hat es meistens besseres Wetter, speziell auf Korsika, es ist schön kühl, die Wanderhorden schlafen noch und man ist zum zweiten Frühstück wieder bei der Familie am Zelt. Nachteil, man muß halt wirklich früh aufstehen.
Gesagt, getan. Das erste Abenteuer war dann gleich die kurvenreiche Anfahrt über ultraschmale Straßen zum Col de Prato. Mit einem Auge das Navi beobachtend, um die Kurven richtig abschätzen zu können, schlich ich die Straße hoch. Hinter jeder Kurve konnten Kühe, Schweine oder sonstige Viecher auf der Straße liegen. Man ist halt auf Korsika.
Vom Pass weg führt der Wanderweg dann u.a. durch einen ursprünglichen Buchenwald, in dem abenteuerliche, knorrige Bäumen wachsen. So im Zwielicht ein echter Zauberwald.
Den Gipfel hatte ich bald erreicht, gerade noch rechtzeitig, bevor Wolken aufzogen. So konnte ich noch einen Blick auf die tollen Berge im Inselinneren erhaschen und die tiefstehende Sonne über dem Meer bewundern. Am Gipfel findet sich auch die auf dem Foto abgebildete Petrus-Figur.
Monte San Petrone

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Tour 424 1588 m Punta di l'Acellu (Bavella-Turm I), Zonzagrat Korsika Klettern 5+ 10.06.11    

Die Bavella-Türme bilden das lohnenste alpine Klettergebiet auf Korsika. Die wild gezackten Türme sind mit Tafonis übersäht, Klettern wie im Märchenland! Der Zonzagrat bildet eine schöne Möglichkeit, den ersten Turm des Bavella-Massivs zu überschreiten.

Anfahrt:
Von welcher Richtung man auch kommt, man muss hoch bis zum Bavella-Pass und dort oben parken. Von Solenzara z.B. sind das ca. 40min Anfahrt bei wenig Verkehr.

Zustieg:
Zonzagrat Vom Pass geht es an der Madonna vorbei, auf dem GR20 Richtung Norden. Schon nach wenigen Metern zweigt rechts die alpine Variante des GR20 ab (gelbe Markierung), welcher man folgt.
Man steigt am Bavella-Klettergarten vorbei, quert nach links in Richtung SO-Wand des 1. Turms, um schließlich in einem Wäldchen steil bergan zu steigen. An einer überhängenden, rötlichen Wand teilt sich der Weg. Rechts die GR20-Alpinvariante, man folgt aber links einem Steiglein über eine kleine Scharte hinweg und steigt jenseits eine zugewachsene Rinne auf kaum sichtbaren Steiglein bis zu einem Sattel unter der Südostwand des 1. Bavella-Turms hoch. Wie schon die ganze Zeit ist der Zonzagrat von links nach rechts über einen Vorgipfel hinweg gut zu sehen.
Unter der Südostwand steigt man nun eine steile Rinne hinab. Bei einem ersten Steinmann rechts an der Wand würde ein drahtseilversichertes Band zum oberen Zonzagrat führen. Der lohnende Originaleinstieg ist aber noch weiter unten. Dieser findet sich schließlich nach ca. 100Hm Abstieg vom Sattel bei einem markanten kleinen Felsturm, der eine Scharte mit dem eigentlichen Zonzagrat bildet. Hier auch ein Steinmann. Ca. 1h vom Bavella-Pass.

Zonzagrat Vorgipfel 1. Bavella-Turm (5+, R.Romanetti u.a., 6.8.1973):
1.SL (50m, 5): Vom Steinmann nach rechts zum Beginn mehrerer Risse, die durch einen Wulst versperrt sind. Über den Wulst hinweg und über den linken Riss an nach oben. An einem Baum vorbei und gerade hoch auf einem Felskopf.
2.SL (45m, 5): Vom Felskopf entweder ein gewagter Sprung zu einem Band, oder auch durch Hangeln und Rüberspreizen. Nun auf dem Band nach links und dann über Platten und Risse hoch, schließlich durch einen Kamin auf den nächsten Absatz.
3.SL (50m, 3): Leicht zum nächsten Steilaufschwung, an dessen rechter Seite hoch. Hier kommt von rechts das beim Zustieg erwähnte Drahtseil. Bei diesem nach links und wieder im flacheren Gelände Stand machen.
4.SL (30m, 4): Auf den nächsten Felskopf und jenseits 5m abklettern, an der Wand Stand.
5.SL (50m, 4): Links an der Wand vorbei, zwischen Platten nach oben. Der nächste Steilaufschwung wartet mit abenteuerlich gestalteten Tafonis auf. Beliebig Stand machen.
6.SL (40m, 3): Über die Tafonis hinweg und Platten zum nächsten Stand.
7.SL (50m, 5+): Vom Stand direkt über Platten zu einem Riss (Bohrhaken). Über diesen (schwierig) hoch und im leichteren Gelände bis kurz unter dem Gipfelblock des Vorgipfels.
Im Gehgelände rechts am Block vorbei und in die Scharte "Breche des Genevois" 20m abseilen.

1. Bavella-Turm, Südwand, Normalweg (4):
1.SL (30m, 4-): Aus der Breche des Genevois führt ein sehr markanter Kamin zu Tafoni. Rechts führt eine 6+ Route zum Gipfel (Bohrhaken). Für den leichteren Weg muss gleich nach dem Kamin links rausqueren. Stand unter einer Platte.
2.SL (30m, 4): Vom Stand die Platte gerade hoch. Am oberen Ende nach links und etwas heikel (Normalhaken) um eine Kante herum. Jenseits auf einem Band queren. Stand unter einer Riesenverschneidung (Tafoni).
Über die Riesenverschneidung führt wahrscheinlich eine 5-6er Route hoch. Ansonsten bleibt man auf den grasigen Band und quert leicht ansteigend um den ganzen Gipfel herum (1-2), um ihn dann leicht über die Rückseite (Steinmänner) zu besteigen.

Abstieg:
Vom Gipfel in nördlicher Richtung auf Steigspuren absteigen (Steinmänner). Dort wo es steiler abbricht, rechts zu einem Block queren, unter dem sich ein Abseilstand in einer Nische verbirgt. 1x40m abseilen (teilweise freihängend).
Nun zunächst kurz rechts, dann aber den Steigspuren und vereinzelten Steinmännern immer in Richtung 2. Turm folgen. Zuletzt kurze Stellen abklettern (bis 2) und man erreicht die Scharte zwischen 1. und 2. Turm. Rechts unterhalb (östlich) ist die Alpinvariante des GR20 schon zu sehen, über diesen zurück zum Bavella-Pass. Gut 45min von der Scharte.

Charakter:
Teilweise finden sich am Zonzagrat Bohrhaken, auch Normalhaken. Weite Passagen, inklusive Stände, muss man selber absichern, was aber dank der vielen Tafoni problemlos mit Schlingen geht. Der Fels ist fest, die Tafoni-Kletterei fantastisch. Links kann die beschriebene, an sich logische Route, immer wieder leichter umgangen werden.

Zonzagrat
Tour: mit Jens
Nach dem sich das schlechte Wetter (so was gibt es auf Korsika) der letzten Tage verzogen hatte, kamen wir endlich mal zum Klettern.
Ich hatte mir den Zonzagrat ausgeguckt, eine nicht allzu schwierige Kletterei. Hauptmerkmal jedoch, viele Tafoni! Das ist eine sehr besondere Verwitterungsform von Granit, der dann wie geschmolzenes Plastik aussieht. Muss man gesehen haben, glaubt man sonst nicht.
Vom Bavella-Pass gilt es die Abzweigung Richtung Südostwand des ersten Turms nicht zu verpassen. Man meint schon fast am Gipfel zu sein, bevor man doch noch durch eine Rinne zum Einstieg absteigen kann. Steinmänner würden recht bald zu einem Drahtseil führen, man sollte jedoch noch ein paar Meter mehr in der Rinne absteigen und gelangt so zum deutlich markierten Originaleinstieg.
Die Kletterei hält was sie verspricht, immer wieder originelle Passagen, z.B. Sprung / oder Abklettern auf ein Band und natürlich Tafonis!
Den Vorgipfel hat man so bald recht stressfrei erreicht. Tafoni sehen zwar sehr zerbrechlich aus, sind aber doch aus Granit und dank der abenteuerlichen Formen mit freier Auswahl an Sanduhren und Felsköpfl ist die Absicherung sehr leicht. Nur knapp unterhalb des Vorgipfel kommt man an einer mit einem Riss durchzogenen Platte (5+) doch etwas ins Schwitzen.
Vom Vorgipfel seilt man dann kurz in die Breche des Genevois ab, bevor es auf den eigentlichen Gipfel des 1. Turms hochgeht. Wir hatten uns dazu aus dem Schall-Führer die "Direkte Südwand" (s. die Riesenverschneidung im Topo oben) ausgeguckt. Nur das Topo des guten Herrn Schall kann man dabei getrost in die Rubrik "Märchen" verschieben. Ist in der Praxis etwas irreführend. Meiner Meinung nach fehlt da eine ganze Seillänge. Wir landeten schließlich auf dem Normalweg, der nach zwei schwierigeren Seillängen auf Grasbändern zum höchsten Punkt führt.
Nach einmal Abseilen gelangt man in die Scharte zwischen den ersten zwei Türmen. Es würde sich anbieten den 2. Turm gleich mitzunehmen, oder man lässt es gut sein und bestaunt im Abstieg auf dem GR20 das alpine Wunderland. Zonzagrat

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Conca, Punta Calcina Korsika Sportklettern 6c 14.06.11

Punta Calcina Tatsächlich, auch auf Korsika gibt es ein paar Kalkfelsen. Sonst findet man auf der Insel überwiegend Granit. Die Punta Calcina bei Conca (Südlicher Start-/Endpunkt GR20) bietet jedenfalls Kalk. Zudem brütete bei uns ein Falkenpaar in der Wand, Routensperrung auf natürliche Art ...

Anfahrt:
Von der Küste fährt man hoch nach Conca. Die Punta Calcina erkennt man schon von weitem an einem Sendemast. So ca. 2km vor Conca führt denn auch eine kleine Straße hoch zum Sendemast, wo sich auch einige wenige Parkplätze finden.

Zustieg:
In fünf Minuten ist man an der Wand. Einfach vom Parkplatz rechts runter an die Felsen.

Routen:
Die Routen sind ausreichend mit Bohrhaken versehen. Im Mittelteil sind die Touren mit 25-30m recht lang. Der Fels ist fest und schwankt von ultraglatt bis scharfkantig. Ausrichtung ist Süd, es kann also heiß werden. Vom Schwierigkeitsgrad her sind vor allem Routen von 5-7 zu finden.

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Tour 425 1312 m Punta Tafunata di Paliri, Normalweg Korsika Klettern 4 16.06.11    

Punta Tafunata di Paliri Als Kletterer werden einem vom Bavella-Pass mehr noch als die nahen Bavella-Türme, die mächtigen Felsberge der Südgruppe ins Auge stechen. Tatsächlich gibt es hier eine Menge zu tun. Die Punta Tafunata di Paliri steht mitten drin und ist eine eindrucksvolle, enorm zersägte Felsbastion. Schon der hier beschriebene Normalweg fordert Kletterfertigkeiten.
Zwar sind einige Passagen mittlerweile mit Drahtseil und Bügel entschärft, jedoch gibt es immer noch lange Passagen, die im 2. Grad geklettert werden müssen. Der Hauptgipfel ist schließlich nur über eine kurze 4er-Stelle zu haben.

Anfahrt:
Entweder hoch zum Bavella-Pass und dort parken. Danach zu Fuß den GR20 Richtung Süden folgen. Oder kürzer, vom Bavella-Pass in Richtung Solenzara fahren. Nachdem man die oberen Serpentinen hinter sich hat und sich auf einem langen geraden Stück im Wald befindet, zweigt ca. 2.5km nach der Passhöhe ein Forstweg nach rechts (südlich) ab. Der Forstweg ist nach wenigen Metern mit einer Schranke versperrt. Davor einige Parkmöglichkeiten.

Zustieg:
Man folgt dem Forstweg immer in Richtung Süden. Zuerst leicht bergab, dann eben. Bald mündet der GR20 vom Bavella-Pass her ein. Man folgt nun dem Forstweg noch ein kurzes Stück weiter und steigt dann mit dem GR20 rechts hoch zur Einschartung "Foce Finosa". Dahinter bergab immer den GR20-Markierungen folgend geht es bis zur Palirihütte. Ca. 1-1.5h vom Forstweg-Parkplatz.

Punta Tafunata di Paliri, Normalweg (bis zum NO-Gipfel 2, SW-Haupt-Gipfel 4):
Von der Paliri-Hütte entlang der Wasserleitung auf Steigspuren in den Wald, Richtung Paliri-Südwand (am Anfang ein Stein mit aufgepinseltem Schild). Am Wandfuß links hoch, bis man leicht durch eine Rinne eine erste Scharte erreicht. Danach kurz absteigen, durch einen Kessel queren und jenseits eine weitere Rinne hoch (schon etwas schwieriger), am Ende durch eine Art Tunnel auf die andere (nördliche) Schartenseite.
Wiederum kurz absteigen und nochmals eine Rinne hoch (stellenweise mit Drahtseil gesichert). Darüber dann links über einen Block hinweg (Eisenklammern). Auf der Nordseite in einen steilen Kamin und diesen hoch (Drahtseile, Bügel). Man kommt in der Nähe eines Felsenfensters heraus. Nun wiederum auf der Nordseite über einige Wandl hinweg. Zuletzt über eine plattige Rampe zum NO-Gipfel.
Der höhere SW-Gipfel ist nicht weit (20m Luftlinie), aber nochmal deutlich schwieriger zu erreichen. Man läuft in Richtung des Hauptgipfels bis zur Kante, dann südseitig kurz ausgesetzt und nicht sehr griffig über einen Gratblock (3) in eine Scharte absteigen.
Über einen kleinen Gratturm hinweg (3) und zum Hauptgipfel, von dem einen ein ca. 3m hohes Wandl trennt. Entweder wie im Schall-Führer beschrieben einen Riss hoch, oder einfacher 1m rechts davon an einer ausgeprägten Leiste.
Von der Paliri-Hütte 1-1.5h.

Abstieg:
Entlang des Aufstiegs.

Charakter:
Der Normalweg wurde mit Drahtseilen und Eisenklammern zum Großteil entschärft und ist nun ein (schwieriger) Klettersteig. Dennoch sollte man einen 2er sicher draufhaben.
Der Übergang zum Hauptgipfel ist nicht weit aber mit zwei 3er und einer 4er-Stelle deutlich schwieriger. Der 3er am Grat ist nur kurz sehr ausgesetzt. Beim 4er am Hauptgipfel landet man schlimmstenfalls 2m unterhalb auf dem Hosenboden, soll heißen die Stelle ist nicht ausgesetzt.

Tour: solo
Morgenstund hat Gold im Mund. Ich übernachtete im Auto am Ausgangspunkt und machte mich sehr früh im Finstern auf die Socken. An der Paliri-Hütte dämmerte es gerade und das Schnarchen aus den Lagern war beeindruckend. Wo ich schon mal hier war, verscheuchte ich gleich noch irgendein Viech, welches sich am Müll gütlich tat.
Der Steig zur Paliri-Südwand ist zwar viel begangen, aber so im Zwielicht doch nicht so einfach zu finden. Ein dünner Pfad führt zum Wandfuß. Danach ist der Weg durch eine Reihe von Rinnen zunächst logisch.
Man steigt durch eine abenteuerliche Tafoni-Felslandschaft, mit bizarren Baumgestalten und dem Meer im Blickfeld. Zu meiner Überraschung tauchten bald auch immer wieder Drahtseile und Eisenbügel auf. Die schwierigsten Stelle der Route sind nun auf diese Weise gesichert. So fällt auch die Orientierung leichter. Sonst müßte man nachdem man den Rinnen entstiegen ist, doch etwas suchen, um den richtigen Weg zu finden.
Solange man an einem riesigen Felsfenster mit Blick zum Bavella-Pass vorbeikommt ist man allerdings richtig und danach ist es auch nicht mehr weit zum NO-Gipfel. Die Beschreibung des Übergangs zum Hauptgipfel klang im Schall-Führer eher nach kilometerlanger Grattour. Ich hatte Kletterschuhe und etwas Grundausrüstung zur Selbstsicherung eingepackt. Wer weiß, vielleicht geht ja doch was. Ich war dann doch etwas überrascht, den Hauptgipfel gerade mal 20m weiter zu sehen. Dazwischen jedoch eine tiefe Scharte. Über ein kleines, durchaus griffarmes Grätchen klettert man in diese hinab. Zum Hauptgipfel kann man dann den vom Schall beschriebenen Riss nehmen, oder 1m weiter rechts gehts auch leichter, aber immer noch im 4. Grad, jedoch nicht sehr ausgesetzt.
Kurz nach Sonnenaufgang stand ich also am Gipfel. Ist schon der Wahnsinn, wie viele wirklich wilde Ecken diese kleine Insel Korsika doch hat!
Nach dem Abstieg bei der Paliri-Hütte quälten sich gerade die GR20-Begeher aus den Federn, bzw. die Frühaufsteher waren gerade am Losgehen. Die staunten nicht schlecht, wie ich da mit leichten Gepäck und heftig schwitzend vorbeizog. Hielten mich wohl für einen Verrückten. Auf die Weise war ich bald zurück bei der Familie und wir konnten den Nachmittag noch für einen weiteren gemeinsamen Ausflug nutzen.

Punta Tafunata de Paliri

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Sardinien
Ein paar wesentliche Infos zu Sardinien finden sich hier (Sardinien-Reise 2010).

Hinzufügen möchte ich, bei der Fähre von Bonifacio rüber nach Sardinien hatten wir nicht den Eindruck, dass eine vorzeitige Reservierung notwendig ist. Man kann direkt am Hafen einchecken. Wobei das zur absoluten Hauptsaison anders aussehen mag.

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Pyrenäen
Fähren:

2011 gab es von Porto Torres auf Sardinien eine Fähre der Grimaldi Lines nach Barcelona. Eigentlicher Startpunkt ist dabei Rom, Sardinien nur ein sehr praktischer Zwischenstopp.
Die Fähre selber ist riesig, aber schon etwas heruntergekommen. Man darf keinen Luxus erwarten.

Literatur

Für die Pyrenäen ist es eher schwierig deutschsprachige Literatur zu bekommen, sieht man mal von der Pyrenäen-Reihe vom Rother-Verlag ab. Speziell für anspruchsvollere Sachen sieht es da eher dünn aus. Zum Glück gibt es ein paar gute englischsprachige Führer und natürlich Unmengen von spanischen und französischen Büchern.
In den Touristenzentren vor Ort bekommt man in der Regel alles für das jeweilige Gebiet. In Pau haben wir einige Buchläden gefunden, die sich auf Pyrenäen-Literatur spezialisiert hatten.

Karten bekommt man ganz gut vor Ort. V.a. auf der spanischen Seite findet man viele Ausgaben, die gleich ein Büchlein mit den populärsten Touren (auch anspruchsvolle) vom abgedeckten Gebiet beinhalten. Sehr innovativ fand ich eine spanische Karte vom Verlag "SUA Edizioak" über den Pic du Midi d'Ossau. Die Klettertouren sind hier auf einer 3D-Darstellung des Berges eingezeichnet.

Thomas Schröder, "Katalonien", Michael Müller Verlag
Guter und informativer Reiseführer für Katalonien, streift natürlich auch den katalonischen Anteil an den Pyrenäen. Großer Barcelona-Teil.

Michael Schuh, "Pyrenäen", Reise-Know-How
Deckt das ganze Pyrenäen-Gebiet Spanien/Frankreich ab. Sehr brauchbarer Reiseführer, für meinen Geschmack etwas zu kulturlastig. Ein paar mehr Wandertipps wären für einen Gebirgsreiseführer schon angebracht.

Kev Reynolds, "Walks and Climbs in the Pyrenees", Cicerone Guide, 5. Auflage 2008
Englischsprachiger Führer. Konzentriert sich auf die populärsten Gebiete. Gibt eine gute Übersicht und viele weitergehende Tipps. Beschreibungen der Touren sind sehr knapp, für einfachere Touren aber ausreichend. Für die vorgeschlagenen Klettertouren braucht man auf alle Fälle noch einen zusätzlichen Führer.

Gerhard Rumplmair, "Pyrenäen, Auswahlführer", Bergverlag Rudolf Rother, 2. Auflage 1982
Vergriffener Führer nach dem (alten) Alpenvereinsführer-Konzept. Schwerpunkt Frankreich, die spanischen Gebiete werden kaum behandelt.

Und dann gibt es natürlich noch die Rother-Wanderführer für die Pyrenäen aufgeteilt in vier Bände (find ich etwas albern). Für Nur-Wanderer sind diese sicherlich ausreichend.

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Tour 426 1236 m Montserrat, Sant Jeroni Katalonien Familientour M 28.06.11    

Sant Jeroni Gehört sicher nicht zu den Pyrenäen. Aber bevor wir dahin fuhren, schauten wir uns noch Barcelona samt Umgebung an. Der Montserrat ist ein einzelnes Massiv aus Konglomerat-Felsen, ca. 40km von Barcelona entfernt. Pilger zum berühmten Kloster erhoffen sich durch die Wallfahrt dahin einen leichteren Zugang zum Paradies. Wanderer und Kletterer werden den Montserrat dagegen schon als Paradies empfinden.
Für Ausflugmassen ist also gesorgt und so kann es ziemlich voll werden. Deswegen besser sehr früh oder sehr spät dran sein.
In der Kloster-Touri-Info gibt es eine einfache Wanderkarte mit einer Auswahl an leichten Touren.

Anfahrt:
Von Barcelona fährt man in Richtung Manresa. Irgendwann ist dann auch der Montserrat ausgeschildert. Sind zwar nur 40km, aber dank kurviger Straßen ziehen sich die. Will man zum Kloster, gelangt man entweder per Seilbahn dorthin oder man fährt von Monistrol de Montserrat über die Straße bis zum Klostertor. Wahlweise gäbe es auch noch eine Zahnradbahn.

Sant Jeroni 1236m (Höchster Punkt Montserrat):
Es gibt mehrere Möglichkeiten um dorthin zu gelangen. Z.B. mit der Zahnradbahn vom Kloster bis zum Hochplateau hoch. Dann auf gut ausgebauten Wegen eher flach, aber immer sehr eindrucksvoll zum höchsten Punkt.

Abstieg:
Entlang des Aufstiegs (Rundtouren möglich).

Charakter:
Keine besonderen Schwierigkeiten. Aber nicht kinderwagentauglich, wie wir feststellen mußten.

Tour: Bettina, Jana, Fabian
Sant Jeroni Wir fuhren ohne viel Infos zum Montserrat. Der Berg ist vom Weitem schon mal sehr eindrucksvoll und auch die Details sind begeisternd. Überall bizarre Konglomerat-Felsen. Sieht man so nicht alle Tage. Hauptausflugziel ist hier allerdings das Kloster Montserrat, zu dem für jedes erdenkliche Verkehrsmittel ein Weg zu existieren scheint. Wir fuhren mit dem Auto direkt vor das Kloster und da waren wir nicht die einzigen. Die Fahrt ist sehr empfehlenswert. Am Parkplatz mußten wir uns dann mit oberkatholischen Polen um die letzten Parkplätze prügeln. Die Polen verschwanden sogleich im Kloster, um ihre sicherlich zahlreichen Sünden loszuwerden. Wir taten in anderer Form Buße und liesen uns erstmal von einer Zahnradbahn zu einer Art Hochplateau chauffieren. Mit der Karte von der Touri-Info guckten wir uns den Weg zum höchsten Punkt aus. Nicht sehr schwierig, aber sehr eindrucksvoll. Der Weg schlängelt sich teils abenteuerlich durch die vielen runden Felskegel hindurch. Mit Fabian im Buggy wurde es aber doch zu beschwerlich und so zog Pappi noch alleine bis zum höchsten Punkt los.
Damit auch gar nix schief gehen kann, war auf den abschließenden Metern sogar eine Treppe auf den schmalen Gipfelgrat betoniert. Von dort oben sieht man dann eine braune Smog-Glocke über Barcelona hängen.
Das Kloster Montserrat ist die zweitwichtigste Pilgerstätte in Spanien. Eine Marienstatue ist das Ziel für alle Wallfahrer.

Die Gratis-Wanderkarte von der Touri-Info: Wanderkarte Montserrat

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Tour 427 670 m Castell de Sant Salvador de Verdera Costa Brava Familientour M 01.07.11    

Castell de Sant Salvador de Verdera Dort wo die Pyrenäen relativ schroff ins Mittelmeer abfallen, findet sich auf spanischer Seite eine kleine Halbinsel mit dem Cap de Creus. Wildromatische und karge Landschaft prägt das Bild und richtig, man ahnt es, auch hier haben Mönche ein Kloster hinterlassen. Monestir Sant Pere de Rodes wurde aber bereits verlassen. Man kann aber noch die eindrucksvollen Ruinen in sehr schöner Lage bewundern.
Noch besser ist es, hinter dem Kloster zu einem Aussichtsposten, ebenfalls in Ruinen, auf 670m aufzusteigen. Vom Kloster führt dorthin ein ausgetrampelter und steiler Pfad durch die Macchia. In einer halben Stunde ist man oben und darf die ganz große Aussicht in sich reinsaugen.

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Tour 428 782 m Volcà del Croscat Pyrenäen Wandern L 02.07.11    
Tour 429 700 m Volcà de Santa Margarida Pyrenäen Wandern L 03.07.11    

Volcà del Croscat In den Vorpyrenäen findet sich der schöne Naturpark "Zona Volcanica de la Garrotxa". Überall stehen kleine, bewaldete Vulkane rum. Die Gegend ist sehr ursprünglich. Es gibt viele Möglichkeiten was zu unternehmen, besonders mit Familie. Ich sag nur "Pferde" ...
Der Wanderer kommt hier auch nicht zu kurz. Der "Volcà del Croscat" ist der höchste Vulkan rund um Santa Pau. Hier wurde früher Bergbau betrieben und der Vulkan sieht nun wie eine aufgeschnittene Torte aus. Der Weg hoch ist nicht beschildet, man muss sich ganz oben durch dichtes Gebüsch schlagen. Vom Camping Lava geht man kurz zurück in Richtung Hauptstraße. Bei den Häusern führt rechts ein beschilderter Weg unter dem Vulkan zum Bergbau-Gebiet. Im Wald zweigt links ein in Serpentinen angelegter Forstweg ab, der schließlich kurz unter dem Krater endet (Vorsicht, nicht runterfallen!). Man schlägt sich durch das Gebüsch zum höchsten Punkt und steht im Mini-Krater, wo sich die Ruinen eines alten Turmes finden. Hin und zurück ist das alles locker in einer Stunde zu schaffen.
Der Volcà de Santa Margarida wird am einfachsten vom Parkplatz an der Straße zwischen Santa Pau und Olot angegangen und stellt nur einen sehr kurzen (aber steilen) Ausflug dar. Im überraschend großen Krater findet sich eine kleine Kapelle.
Beim Parkplatz zum "Fageda d'en Jordà" (ein Wald) hat es eine Touri-Info mit brauchbaren Kartenmaterial.
Zona Volcanica de la Garrotxa

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Tour 430 2746 m Gran Encantat, Normalweg Pyrenäen Klettern 2 05.07.11    

Gran Encantat Die spanischen Nationalpark in den Pyrenäen sind alle eine Reise wert, unser erster, der Parc Nacional d'Aiguestortes. Im Ostteil (Basis: Espot) ist der Gran Encantat der Berg der Berge. Ein schöner, alleinstehender Granitriese, nicht ganz einfach zu besteigen.

Anfahrt:
Von Espot gibt es zur Saison einen Taxiservice mit Landrovern zum Sant-Maurici-See. Ansonsten müßte man sein Auto am Parkeingang abstellen und hätte ca. 5km mehr zum Laufen.

Route Gran Encantat, Normalweg (2):
Vom Stausee läuft man unterhalb der Staumauer in 20min zum Refugi Ernest Mallafré. Die Hütte ist zur Saison bewirtschaftet, auch wenn sie gar nicht so aussieht. Direkt unterhalb der Hütte findet sich bei einem Bach eine idyllische Wiese, zu der man hinabsteigt. Man überquert den Bach auf einer Holzbrücke und steigt auf gut erkennbaren Pfad direkt zu den Encantats auf, grob in die Richtung der großen Rinne ("Canal Central"). Die kann man auch für den Aufstieg zum Gipfel benutzen, ist nur ein wenig schwieriger als der im Nachfolgenden beschriebene Weg ("Canal Monastero"), der dann wiederum v.a. für den Abstieg zu empfehlen ist, weil weniger steinschlaggefährdet.
Will man gleich zum Monastero-Gully, steigt man rechts an den Encantats vorbei (im folgenden viele Steinmänner) in ein beeindruckendes Hochtal. Man umrundet den Berg halb und steigt vom Monastero-Tal noch nach links in ein Seitental (Valleta Seca). Genau wie auf der Nordseite, durchzieht auch auf der Südseite eine große Rinne die gesamte Flanke des Berges, der Monastero-Gully. Steinmänner leiten bis zum Einstieg. Man muss nur rechtzeitig vom Hauptweg im Talgrund links abzweigen.
Die Rinne ist mit Schutt aufgefüllt, läßt sich aber gut begehen. Es gibt nur im Mittelteil und am Ausstieg je eine kurze Steilstufe, wo Kletterfertigkeiten gefragt sind.
Aus dem Gully kommt man in eine Scharte, von wo man sich auf Wegspuren nach links in der Nähe des Grates hält, bis man vor der Gipfelwand steht. Diese macht zuerst noch einen grasigen Eindruck, aber man sollte sich nicht täuschen lassen, ab jetzt ist man überwiegend im 2. Grat unterwegs. Nach einer ersten Steilstufe erreicht man eine kleine Scharte. Nun ist sicheres Routengespür gefragt, um sich den einfachsten Weg durch den steilen und ausgesetzten Gipfelaufbau zu suchen. 2-3h von der Hütte.

Abstieg:
Entlang des Aufstiegs.

Gran Encantat
Charakter:
Nirgends schwerer als 2. Im Monastero-Gully bei vorauskletternden Partien, Steinschlaggefahr. Ein sicheres Routengespür ist unbedingt notwendig, um nicht in schwereres Gelände zu geraten.

Karte:
Cuadernos Pirenaicos "Aigüestortes i estany de Sant Maurici", 1:50000, SUA Edizioak (mit spanischen Führer-Büchlein, vor Ort erhältlich, TOP!)

Tour: solo
Gran Encantat
Per Landrover hatten wir uns also auf der im übirgen top ausgebauten Straße zum Estany de Sant Maurici hochfahren lassen. Ein kleiner Stausee in herrlicher Granit-Landschaft.
Wir gingen noch zum Refugi Ernest Mallafré, einer sehr kleinen Hütte, die alles andere als bewirtschaftet aussah. Etwas enttäuscht, doch nicht was zum Futtern hier erstehen zu können, machten wir uns über unsere spärlichen Vorräte her. Doch ein zweiter Blick und siehe da, in einem verwinkelten Verschlag fand sich tatsächlich eine Küche, in der zwei Grazien allerlei Leckerein zubereiteten. So kann man sich täuschen.
Während die Familie derart gestärkt den Rückzug ins Tal antrat, durfte ich noch etwas Abendsport betreiben. Der Gran Encantat hatte es mir angetan, ein mächtiger, einzeln stehender Zwillingsberg. Man könnte gleich über der Hütte durch die zentrale Rinne hochsteigen, doch hatte ich dazu zu wenig Informationen, im speziellen was den Schwierigkeitsgrad angeht. So entschied ich mich gleich für den Normalweg. Von oben gesehen, wäre auch diese Rinne nicht wesentlich schwieriger als 2 gewesen.
So ging ich also halb um den Berg herum, auf der Südseite kann man dann relativ problemlos mit nur ein, zwei schwierigeren Stellen durch das Monastero-Gully zu einer Scharte aufsteigen. Schon von hier hat man einen sagenhaften Blick auf die vielen kleinen Seen, für die die Aigüestortes berühmt sind. Der weitere Weg zum Gipfel wartet speziell auf den letzten Metern noch mit ein paar Kletterpassagen auf. Hier muss man schon wissen was man tut, Wegspuren finden sich keine.
Zurück bin ich dann von der Hütte bis Espot per pedes rausgelaufen, auch sehr schön.

Gran Encantat

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Tour 431 2230 m Pic de Quartiules Pyrenäen Familientour L 06.07.11    

Ein Merkmal der spanischen Pyrenäen ist, dass man auf einsamen Forst- und Schotterstraßen meist sehr hohe Ausgangspunkte anfahren kann und sich dadurch an sich sehr abgelegene Regionen als Tagestour machbar sind. So auch beim Pic de Quartiules.
Man fährt von Espot auf einer Nebenstraße Richtung Jou. Kurz vor dem Ort führt eine Forststraße (beschildert) nach oben in Richtung "Refugi del Pla de la Font". Erst kurz vor der Hütte wird die Straße richtig schlecht, der Parkplatz ist ca. 500m von der bewirtschafteten Hütte entfernt.
Von hier geht man zu einem Sattel hoch, kann nach Espot runterspucken und links der erste Hügel ist dann auch gleich der Pic de Quartiules, der vom Parkplatz in wenig mehr als einer Stunde zu erreichen ist.
Selbstredend lassen sich von der Alm noch ausgedehntere Touren unternehmen, auch kann man direkt von Espot aus aufsteigen.
Wer sich traut, kann die Rückfahrt über eine Straße an der Ostflanke des "Roca Blanca" entlang nach Son wagen. Dieser Weg ist in einem wesentlich schlechteren Zustand als die Auffahrt von Jou, jedoch auch mit Zweiradantrieb gerade noch machbar.

Karte:
Cuadernos Pirenaicos "Aigüestortes i estany de Sant Maurici", 1:50000, SUA Edizioak (mit spanischen Führer-Büchlein, vor Ort erhältlich, TOP!)

Tour: Betty, Jana, Fabian
Pic de Quartiules Auf der vor Ort erstandenen Karte (s.o.) entdeckten wir die Tour zum Pic de Quartiules. Perfekt für gehfaule Kinder. Man kann mit dem Auto sehr hoch fahren. Jenseits der 2000m sieht die Landschaft aber immer noch wie Bayerisches Voralpenland aus, die südliche Lage machts möglich. Dementsprechend wird das Gelände als Alm genutzt und es springen viele halbwilde Pferde umher. Die Aussicht auf die Aigüestortes ist auch nicht zu verachten.

Pic de Quartiules

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Tour 432 3404 m Pico de Aneto Pyrenäen Hochtour F 09.07.11    

Pico de Aneto Höchster Berg der Pyrenäen. Da kommt man einfach nicht dran vorbei. Technisch nicht allzu schwierig und inmitten einer eindrucksvollen Pyrenäen-Landschaft gelegen. Obwohl für hiesige Verhältnisse hoffnungslos überlaufen, sollte man sich den Berg auf gar keinen Fall entgehen lassen, wenn man schon mal in der Gegend ist.

Anfahrt:
Von Benasque kann man mit dem Auto bis zum großen Parkplatz in der Nähe des Hospital de Benasque fahren. Ab da gibt es noch einen Shuttle-Bus bis nach La Besurta, was einem 1h Anmarsch erspart. Zur Hauptsaison fahren von Benasque auch zu bergsteiger-freundlichen Zeiten Busse bis nach La Besurta mit Zwischenstopps an den wichtigsten Ausgangspunkten.

Pico de Aneto, Normalweg über Renclusa:
Von La Besurta folgt man dem breit ausgetretenen Pfad zum Refugio de la Renclusa, welches man nach 45min erreicht. Der weitere Weg ist speziell im Dunkeln nicht mehr ganz so leicht zu finden, es gibt jedoch einige Steinmänner und die Geröllhänge sind meist überall gut zu erklimmen. Von der Hütte also nach Süden halten, über mehrere Steilstufen schräg ansteigend am Hang entlang, es gilt eine Einschartung rechts (südlich) des Pico de la Renclusa zu erreichen. Man könnte nun gleich jenseits zum Aneto-Gletscher absteigen, was jedoch Zeit kostet. Man sollte stattdessen sich weiter nach Süden halten, entweder direkt auf dem Grat, oder einfacher rechts unterhalb davon. Ziel ist eine Scharte namens "Portillon superior", die ist ziemlich scharf eingeschnitten und gut zu finden. Jenseits gelangt man fast eben auf die Hänge darunter. Der Weg in südöstliche Richtung zum Aneto ist nun komplett einsehbar, dauert aber länger als es zunächst aussieht.
Der Gletscher hat sich schon sehr weit zurückgezogen, dauert eine Weile bis man diesen tatsächlich betritt. Man quert also zum Aneto, eine markante Scharte ist die "Collada de Coronas", wo der Normalweg vom Coronas-Tal herauskommt. Ab hier überwindet man die steilen Schlusshänge in Richtung Gipfel. Von diesem trennt einem zuletzt nur noch ein schmaler Blockgrat, der jedoch keine größeren Probleme bereiten sollte. 4h von der Hütte.

Abstieg:
Entlang des Aufstiegs. Schöner ist es jedoch, vom Gipfel wieder zurück zur Coronas-Scharte abzusteigen und von hier direkt nach Nordosten zum Paradies-Flecken "Plan dels Aigualluts". Der Weg ist im oberen Teil nicht markiert, es kann unter Umständen Probleme bereiten, den richtigen Weg von den Granitplatten in das Schotterkar darunter zu finden. Ab hier tauchen dann auch Steinmänner auf und es geht durch eine Schlucht hinaus.

Pico de Aneto
Charakter:
Für erfahrene Hochtouren-Geher relativ unschwierige Tour mit ein wenig Blockkletterei. Der Aneto-Gletscher ist schon sehr weit zurückgegangen, Seil ist auf dem immer sehr ausgetretenen Normalweg nicht notwendig. Steigeisen und Pickel jedoch schon. Auf dem Alternativ-Abstieg habe ich dann tatsächlich doch eine Spalte gefunden, etwas Vorsicht ist also angebracht.

Karte:
Cuadernos Pirenaicos "Benasque, Aneto", 1:50000, SUA Edizioak (mit spanischen Führer-Büchlein, vor Ort erhältlich, TOP!)

Tour: solo
Pico de Aneto
Eine Frühschicht stand wieder an. Ich wollte auf den Aneto. Konnte mich zunächst gar nicht entscheiden, bei all den tollen Bergen rund um Benasque. Aber dann wurde es halt doch der Aneto, der Höchste halt weit und breit. Macht sich immer gut im Tourenbuch und schaut ja auch nett aus.
Um bis Mittag wieder im Tal zu sein, startete ich dieses Mal sehr früh, westalpin sozusagen. Also musste ich vom Parkplatz zunächst mal 1h bis nach La Besurta fahren, eine Strecke, die man zu christlicheren Zeiten auch mit dem Bus zurücklegen kann, was ich am Rückweg auch tat.
Jedenfalls brachte mir dieser Fußmarsch schon mal das gruseligste Erlebnis für diesen Tag. Der Marsch mitten durch eine wirklich riesige Kuhherde. Also nicht nur hi und da eine Kuh, sondern eine Herde, auf die John Wayne neidisch gewesen wäre. Im Schein der Stirnlampe glotzen mich also 1000 Augenpaare an. Waren diese Kühe vertraut mit Stirnlampen? Wie reagieren sie darauf? Ich stellte mir vor, sie halten mich für ein Auto und verzichten deshalb auf Rammversuche.
Der Weg bis zur Renclusa-Hütte war auch im Dunkeln gut zu finden. Dahinter wurde es schwierig, weil der Weg mitten über eine Geröllhalde ging. Naturgemäß bildet sich da kein Pfad. Hinter der Hütte hatte jemand sein Zelt aufgeschlagen. Durch mein Erscheinen fühlte er sich gleich bemüßigt mir nachzuhecheln. Wahrscheinlich wäre sein Ziel gewesen, unbedingt an diesem Tag der erste am Berg zu sein. Ich hab in versägt, häh, häh ...
Bei der Scharte "Portillon superior" ging es dann endlich jenseits hinab auf den Gletscher, bzw. dahin wo der Gletscher mal war. Der restliche Weg zum Gipfel sah kurz aus, aber die Entfernung täuschte, es war noch eine ewig weite, eher flache Querung. Das Ganze gewürzt mit einem wirklich kitschigen Sonnenaufgang. Hach, so schön. Die letzten Meter unter dem Gipfel sind dann schon steil. Der Schnee war hart gefroren, ohne Steigeisen hätte man hier keine Chance gehabt. Noch ein wenig Blockkletterei und ich stand am höchsten Punkt der Pyrenäen.
Für den Weg runter zu wählte ich den direkten Weg zu den "Plan dels Aigualluts", einer Bergwiese wie gemalt. Bei der Gelegenheit wäre ich dann doch tatsächlich fast in eine Gletscherspalte gestolpert. Mit sowas hatte ich gar nicht mehr gerechnet, bei dem wenig Eis, was hier noch unter dem Aneto rumliegt.

Pico de Aneto

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Tour 433 2884 m Pic du Midi d'Ossau Pyrenäen Klettern 3- 16.07.11    

Pic du Midi d'Ossau Das ist wohl der Kletterberg schlechthin in den Pyrenäen, quasi das Gegenstück zu den 3-Zinnen, wenn auch aus Granit. Schon der Normalweg verlangt einiges ab. Die Tour wird gerne als 2-Tage-Trip mit Übernachtung im Refuge de Pombie angepriesen, ist aber problemlos als Tagestour möglich.
In einigen Führern ist noch von einem Campingplatz am "Lac de Bious-Artigues" die Rede, den gibt es aber nicht mehr. Talauswärts in Laruns hat es jedoch einige.

Anfahrt:
Von Laruns hoch in Richtung Spanische Grenze und in Gabas rechts hoch zum Lac de Bious-Artigues. Wenn man früh genug dran ist, bekommt man einen Parkplatz oberhalb der Staumauer. 40min von Laruns.

Pic du Midi d'Ossau, Normalweg vom Col de Suzon:
Zum Col de Suzon ist der Weg vom Lac de Bious-Artigues gut ausgeschildert und ausgetreten. In 2.5h steht man am Col. Von dort ist der Weg zum Einstieg zunächst klar, es geht immer einen grasigen Gratrücken entlang hoch bis zum Fels.
Der Normalweg war früher mal mit Trittstiften entschärft, die vereinzelt immer noch da sind. Als zusätzliche Griffe kann man auch die übrig gebliebenen Bohrlöcher verwenden.
Gleich am Anfang geht es einen längeren Riss entlang hoch. Darüber dann kurz leichteres Gelände mit Steinmännern. Man gelangt noch ziemlich zwangsläufig zur zweiten Kletterpassage, die länger und vielleicht etwas schwieriger (3) als die erste ist, der sog. 2. Kamin (der 1. war der Riss). Darüber geht es dann auf Steigspuren eher nach rechts meist durch Schrofengelände. Man sollte am besten rechts bis zur Abbruchkante kommen. Von dort sieht man dann den wenig ausgeprägten 3. Kamin. Eher eine Art Rampe die von rechts nach links zum Gipfelschotterfeld führt. Im 3. Kamin hat man nur kurze 2er-Stellen zu meistern. Am Ausstieg aus dem 3. Kamin steht ein Eisenkreuz, welches aber von unten nicht zu sehen ist, sondern eher zur Orientierung für von oben kommende dient.
Wer wie ich vor dem 3. Kamin zu weit nach links abdriftet, kein Problem, die Wand ist dort überall im 3. Grad zu erklettern.
Durch das Geröllfeld unter dem Gipfel führen viele mit Steinmännern markierte Pfade. Man befindet sich hier aber im Gehgelände. Die beiden höchsten Gipfel sind schließlich auch ohne weitere größere Probleme zu erreichen. 2h vom Einstieg, mit Sicherung entsprechend länger.

Abstieg:
Entlang des Aufstiegs. Man muss sich im Aufstieg den Weg gut einprägen. Der Einstieg zum 3. Kamin ist dank Eisenkreuz dabei noch gut zu finden. Die beiden anderen sind dann schon schwieriger. Wobei die Steigspuren von oben kommend besser zu erkennen sind. Nach dem 3. Kamin steigt man jedenfalls zunächst gerade ab und hält sich dann immer rechts.

Man könnte nun wieder vom Col de Suzon zum Parkplatz zurücklaufen oder folgende Rundtour unternehmen. Vom Einstieg steigt man ein wenig in Richtung Col ab. In Abstiegsrichtung links sieht man Steigspuren zu einer Scharte rüberziehen (Breche Superieure de Moundelhs). Durch diese kann man auf die Nordseite wechseln. Man hält sich nun immer links und steigt in das große Kar unter der Nordflanke des Pic du Midi d'Ossau ab. Es geht direkt gerade eher in Abstiegsrichtung links das Kar hinab. Irgendwann trifft man auf einen verfallenen Steig mit schwachen roten Markierungen. Diesen folgt man eigentlich immer gerade talwärts. Zuletzt durch dichten Wald. Man kommt ziemlich in der Nähe des Parkplatzes beim Lac de Bious-Artigues raus. Auf dieser Variante sind für den gesamten Abstieg vom Gipfel weg gut 4-5h zu veranschlagen.

Pic du Midi d'Ossau
Charakter:
Wer am Einstieg schon Probleme hat, umkehren! Die ersten zwei Kamine sind nicht ohne, nass sollten die nicht sein. Da es jeweils nur zwei halbe Seillängen Klettern im 3er-Gelände sind, muss jeder selbst wissen, ob er sich dies ohne Sicherung zutraut.
Der Fels ist zum Großteil fest. Orientierung ist ein großes Problem. Die Route ist sehr beliebt, deswegen eher früh oder spät einsteigen, um den Massen und damit den Stau zu entgehen.

Karte:
SUA Edizioak "Midi d'Ossau", 1:15000. Geniale Karte, vor Ort auf der spanischen Seite erhältlich. Neben der topographischen Karte gibt es 3D-Ansichten mit den wichtigsten Routen auf den Berg. Da braucht es kein Führerbüchlein mehr!

Tour: solo
Pic du Midi d'Ossau
Schon wieder eine Frühschicht. Dieses Mal mein Traumziel, seit wir die Pyrenäen im Fokus hatten, der Pic du Midi d'Ossau.
Wie beim Aneto, hatte ich in der Dunkelheit wieder "Probleme" mit der heimischen Tierwelt. Dieses Mal mit der imaginären. Ich befand mich ja im Zentrum der Bärensichtungen, Stirnlampe hatte ich im Zelt vergessen. Ich kann nur sagen, ganz schön gruselig im Finstern, meine Fantasie kannte keine Grenzen ...
Es wurde hell und das Wetter war nicht wie versprochen gut, sondern eher trüb. Pünktlich am Einstieg tröpfelte es ein wenig. Nein, ich wollte jetzt da hoch. Also gab ich Gas, um vor dem vermeintlich großen Regen oben und wieder unten am Einstieg zu sein.
Der Pic du Midi d'Ossau ist kein einfacher Berg, sondern ein wilder Granit-Zacken. Für den Normalweg braucht es schon einen 3er. Der war früher mit Trittstiften versichert, ein paar sind noch da, ansonsten findet man noch die Bohrlöcher, die gut zur Orientierung und als Griff taugen. Die ersten zwei Kamine sind steil, aber schön zu klettern. Den dritten fand ich im Aufstieg nicht. Ich kam etwas links davon auf das große Gipfelgeröllfeld. In dem Bereich war das Gelände ab fast durchgängig überall im 3. Grad zu haben. Von daher kein Problem.
Das Geröllfeld ist schließlich nur noch mühsam, dann hat man es geschafft. Die große und sicherlich umwerfend schöne Aussicht konnte ich nicht genießen. Das schlechte Wetter saß mir immer noch im Nacken. Also nix wie runter. Von unten kamen mir dann die nächsten Aspiranten entgegen. Wobei ich an dem Tag eh nicht der erste war, ein anderer Aspirant war noch viel früher mit Stirnlampe durch die Wand geklettert.
Am Einstieg stauten sich dann die (unbegabten) Massen, teilweise per Lift von Bergführern hochgezerrt. Ich mußte eine kleine, schwierigere Abstiegsvariante finden, sonst wäre ich wohl am Nachmittag noch wartend über den ersten Kamin gestanden.
Tja, die Sonne zeigte sich doch noch und für den weiteren Abstieg wechselte ich durch eine Scharte auf die Nordseite. Auch mega-eindrucksvoll. Ich verirrte mich übel ins Gestrüpp und mußte teilweise über Latschen abklettern, bevor ich endlich einen verfallenen Weg fand, der mich zum Parkplatz zurückbrachte.
Bär? Hab ich dann doch nicht gesehen.

Pic du Midi d'Ossau

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Tour 434 2322 m Pic de Tentes, Pic de la Pahule Pyrenäen Familientour L 18.07.11    

Wenn man schon mal in den Pyrenäen ist, dann kommt man am Cirque de Gavarnie einfach nicht vorbei. Der Felskessel zieht die Massen magisch an. Wem das zu viel Trubel ist, der kann sich den Cirque auch von oben anschauen, mit wesentlich weniger Leuten. Am Pic de la Pahule geht das, eine einfache Wanderung mit toller Aussicht.

Anfahrt:
Kurz vor Gavarnie führt rechts eine ehemals als Passübergang nach Spanien geplante Straße sehr weit hoch bis zum Col de Tentes (2208m), dort dann der Parkplatz.

Pic de Tentes, Pic de la Pahule
Vom Parkplatz sieht man schon zur linken in Richtung Gavarnie einen lang gestreckten Grasrücken mit einigen Gipfelchen darauf. Der äußerste Punkt ist der Pic de la Pahule. Auf den Weg dorthin überschreitet man zunächst den eigentlich höheren Pic de Tentes(2322m). Insgesamt braucht man vom Parkplatz 1h bis zum Pic de la Pahule. Der Weg ist nicht zu verfehlen.

Abstieg auf gleichem Weg zurück.

Pic de la Pahule
Charakter:
Einfache, aber aussichtsreiche Wanderung. Dank hohem Ausgangspunkt halten sich die Mühen in Grenzen. Dank vieler Blumen und teilweise luftigem Wegverlauf auch für Kinder interessant.

Karte:
Brauchts eigentlich nicht. Vor Ort sicherlich einige erhältlich. Die Tour ist im Rother-Wanderführer "Französische Zentralpyrenäen" beschrieben

Tour: Betty, Jana, Fabian
Pic de la Pahule
Die Urlaubszeit neigte sich langsam dem Ende entgegen, wir waren quasi schon auf der Rückreise. Dem Cirque de Gavarnie wollten wir aber doch noch einen Besuch abstatten, ist ja quasi das Vorzeigestück der Pyrenäen und laut Reiseführer muss man da mal gewesen sein. Sah dann so, dass im Tal Tausende von Autos auf der Suche nach einem Parkplatz den Verkehr nahezu zum Erliegen brachten. Wir wollten uns die Sache aber eh eher von oben ansehen und fanden mit dem Pic de la Pahule die passende Tour dazu.
Ehemals war bei Gavarnie eine Straße nach Torla / Ordessa-NP geplant gewesen, welche man auf französischer Seite quasi schon bis zur Grenze fertiggestellt hatte. Nur die Spanier stellten die Arbeiten dann irgendwann ein.
So endet die Straße nun am Col de Tentes. Von hier kann man gemütlich in einer Stunde zum Pic de la Pahule schlendern und hat dabei beste Aussicht auf all die Highlights rund um Gavarnie, z.B. die Nordwand des Taillon, die Breche de Rolando und natürlich den Cirque.

Pic de la Pahule

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Alle Texte und Bilder so nicht anders vermerkt von Stephan Rankl.
www.sirdar.de - Kommentar

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