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Laserzwand
Tour 585 2614m Große Laserzwand, Westkamin "Alpenrautekamin" Lienzer Dolomiten Klettern 4+ 13.08.15    

Markanter Kamin auf einen Paradeberg www.sirdar.de

Fakten
Zustieg:Über Rudl-Eller-Weg, vom Parkplatz ca. 2h
Route:12SL, 4-5h, saniert
Fels:Kalk, mehr Wand- als Kaminkletterei, meist fester Fels
Ausrichtung:Süd
Abstieg:Einfacher Abstieg vom Hauptgipfel
Besonderheit:Der Weg vom Kaminausstieg bis zum Gipfel sollte nicht unterschätzt werden

Ausgangspunkt:
Parkplatz Dolomitenhütte (1620m)

Anfahrt:
Vom östlichen Ortsende von Lienz (Ortsteil Tristach) führt eine steile Bergstraße über den Kreithof zum Parkplatz unmittelbar unter der Dolomitenhütte. Ab Kreithof ist die Straße mautpflichtig.

Stützpunkt:
Dolomitenhütte (1620m)
www.dolomitenhuette.at

Karlsbaderhütte (2260m)
www.karlsbaderhuette.at

Route:
Große Laserzwand, Westkamin "Alpenrautekamin", 4+ (Scharte direkt 5+), 12SL (Rudl Eller, solo 28.7.1912)

Routenbeschreibung (Topo) als PDF: topo_laserzwand.pdf

Laserzwand
Nordwand Laserzwand. Rechts die Scharte mit dem "Hohen Törl" unter der Westkante.

Laserzwand
Südseite.

Laserzwand
Südseite mit Routenverlauf.

Laserzwand
Abstieg.

Charakter:
Sehr beliebter Klassiker. Route wurde saniert. Der Fels ist meist fest. Obwohl man sich in einem Kamin bewegt, handelt es sich mehr um Wand-, als um Kaminkletterei. Schneller Abstieg vom Gipfel. Nach der Scharte leiten Bohrhaken direkt über eine Platte hinweg zum Westgrat, dies ist die Schlüsselstelle, die man aber wohl leichter nördlich der Kante umgehen kann (Haken?).

Karte:
Freytag & Berndt WK182 "Lienzer Dolomiten - Lesachtal", 1:50000

Führer:
Armin + Harald Zlöbl "Klettern in den Lienzer Dolomiten", Grafik Zloebl, 2. Auflage 2013
Zu beziehen über: www.grafikzloebl.at

Link:
-

Openstreetmap: Laserzwand
Quelle: www.openstreetmap.org

Titel: Wunschliste
Bergspezln: Betty

Laserzwand Schon ein schöner Berg, diese Laserzwand, von allen Seiten. Beim Zustieg über den "Rudl-Eller-Steig" hat man dabei erst die Nordwand im Auge. Die hätte mit einer Pause-Extrem-Tour und der "Egger-Mayr" auch zwei Routen zu bieten, die man ohne zu zögern in seine Wunschliste mit aufnimmt. Kurz unterhalb besagter Wand wird auch der Rudl-Eller-Steig etwas anspruchsvoller. Es gibt ein paar versicherte Passagen, bevor man am Hohen Törl, eine Scharte unterhalb der Westkante der Laserzwand, auf die andere Seite in den Kessel mit der Karlsbaderhütte wechselt. Man könnte gleich wieder sein Buch mit der Wunschliste öffnen, die Hütte ist eingekreist von Kletterbergen, steht aber dadurch auch in einer ziemlichen Mondlandschaft.
Auf dem Rudl-Eller-Steig geht es etwas bergab und man erkennt sofort den Kamin, durch den die Wunschroute für diesen Tag führt. Der direkte Weg dorthin ist versperrt, aber die Natur hat eine Umleitung in Form einer Rampe nach links und einem Quergang auf einem Band nach rechts gelegt. Am Anfang ist der Kamin eher eine Schlucht und man hat es an sich mit Wandkletterei zu tun. Aber keine Sorge, ein bisschen stemmen und spreizen darf man auch. Die schönste Seillänge ist dabei die letzte, bevor man in die Scharte aussteigt.
Nun kommts, Alleingänger und Erstbegeher Rudl Eller sprach von "außerordentlichen Schwierigkeiten". Da hat er meine Zustimmung. Die glatte Passage nach der Scharte wurde in den uns bekannten Topos lapidar als 4+ abgetan. Aber das reicht nicht. Ich war ganz schön am kämpfen. Es hat zwei Bohrhaken, das entschärft die Sache etwas, das ist aber auch alles. Ansonsten könnte man ohne die ganze Klettergeschichte im Kopf auch mal über eine 6- für die Stelle nachdenken. Ich bin kulant und werfe eine 5+ aus. Nebenbei denke ich, die 4+ verläuft links der Scharte etwas unterhalb. Ob es da Haken hat, kann ich aber nicht sagen.
Unser Topo verschwieg auch den doch noch sehr weiten Weg von der Scharte bis zum Gipfel. Da hat man schon noch ein paar (schöne) Klettermeter vor sich, bevor man auf dem erstaunlich geräumigen Gipfel rauskommt. In Richtung des markanten "Roten Turms" wird ein noch etwas höherer Zacken von einem Gipfelkreuz geziert, die "Schöffenspitze". Kann man ohne Probleme mitnehmen. Der Abstieg zur Karlsbaderhütte ist erstaunlich leicht, hätte man so gar nicht erwartet. Dort angekommen, bei Kaffee und Kuchen fällt es nicht schwer, nochmal seine Kletter-Wunschliste zu erweitern.
Wir stiegen den Hüttenweg ab und die eh schon schroffe Gestalt der Laserzwand erscheint dabei immer abenteuerlicher. Zudem kann man den Kamin nochmal in allen Einzelheiten studieren.

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Alle Texte und Bilder so nicht anders vermerkt von Stephan Rankl.
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