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Stephan Rankl

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Über mich
Des bin I Zuerst mal ein herzliches ...
Servus beinand!
Schön, dass Du ausgerechnet zu dieser Tageszeit auf meiner Seite vorbeischaust. Was ist hier geboten? In erster Linie handelt es sich um mein Tourenbuch, welches ich online führe. Irgendwann im Laufe der Zeit habe ich beschlossen, das Ganze vergleichsweise ausführlich zu gestalten, und voila, dabei ist ein, wie ich meine, richtig gutes Tourenarchiv rauskommen. Hier findest Du viele Touren, um die mich die Konkurenz beneidet ... ;-)
Zweiter Schwerpunkt sind Reiseberichte. Auch das eher informativ gehalten, aber zusätzlich gewürzt mit vielen Fotos.

Und der Autor? Der kommt ursprünglich aus'm Woid, ist in "Minga" hängengeblieben und irgendwie so auch zur Bergsteigerei gekommen. Ich mache leichte Wanderungen genauso gern, wie schwere Klettereien. Die Mischung machts. Am liebsten sind mir jedoch die hohen Berge auf klassischen Routen.

Wer sich für meinen beruflichen Werdegang interessiert, hier ist mein Lebenslauf (pdf-Format).

Da die eigentliche Kunst beim Bergsteigen nicht das Bewältigen einer bestimmten Route oder sonstiges ist, sondern zum richtigen Zeitpunkt den passenden Tourenpartner zu finden, möchte ich mich an dieser Stelle bei allen Freunden, Bekannten und Bergspezln bedanken. Ohne euch wäre das hier eine ziemlich inhaltslose Veranstaltung.

Nun doch noch ein paar Worte zu meiner alpinen Vita. Wie schon erwähnt, verschlug es mich zum Studieren nach München. Dort hatte ich mit den Bergen zunächst mal nicht so viel am Hut. Das lag zum einen daran, dass ich erst mal realisieren musste, wie nahe München an den Bergen liegt. Zum anderen war ich zur der Zeit auch etwas fußlahm. Meinen ersten Kreuzbandriß bei einem Handballspiel hatten sie im Zwieseler Krankenhaus so richtig verpfuscht. Was die Bundeswehr aber nicht daran hinderte, mich trotzdem für tauglich zu befinden. Es kam, wie es kommen musste, nach der Grundausbildung war das Knie so richtig Schrott. Durchaus ein Glücksfall für mich, weil ich im Uni-Krankenhaus von Ulm, wie sich die folgenden Jahre rausstellen sollte, erstklassig versorgt wurde und außerdem verbrachte ich den Rest meiner Soldatenkarriere "KZH", also Krank zu Hause.

Danach konnte die erste Phase meiner alpinen Karriere beginnen. Flo und Woife waren die ersten, welche mich mitnahmen. Und ohne mich lange mit Zwetschgenbergel aufzuhalten, ging es gleich an die hohen Sachen. So kam es, dass ich mich auf den Alphubel im Wallis mit den Bundeswehrstiefeln hochquälte. Gleich darauf folgte der Kilimanjaro. Wir hatten von nix eine Ahnung, das aber richtig. Jedoch reifte die Erkenntnis, so konnte es nicht weitergehen und belegten beim Alpenverein fleißig Kurse. Die Königsspitze in den Ortleralpen dürfte dann der erste Berg gewesen sein, auf den wir uns akribisch vorbereiteten. Ein Eiskurs musste her und tatsächlich die nächste Saison standen wir am Gipfel.

Mit dem Skitourengehen fingen wir auch an. Hier hat sich die Ausrüstung über die Jahre am meisten verändert, die ersten Tourenskier waren verglichen mit den Nachfolgern noch unglaublich schwer, Bindung und Schuhe natürlich auch. Das merkte man und die Höhenmeter gingen doch erstaunlich schwer her. Einer der ersten Gipfel war die Pleisenspitze im Karwendel. In der Mittagshitze fuhren wir direkt in einen Südhang ein. Ein Schneebrett mit uns drauf ging ab, rutschte einen Meter und blieb dann stehen. Glück gehabt, es hätte uns zwangsläufig über eine Felskante gespült und das wäre es gewesen.
Wir versuchten den Piz Palu mit Ski, natürlich mit Zelt. Speziell ich verausgabte mich dabei derart, dass kurz unter dem Gipfel gar nix mehr ging. Da half auch die Schokolade vom Hias nix mehr, ich musste wieder runter und verbrachte den restlichen Tag ausgestreckt in voller Montur im Zelt. Ganz nebenbei entwickelten wir auch ein gewisse Routine darin, trotz genauer Alpenvereinskarten (Papier, so was gab es damals noch ... :-) auf dem falschen Gipfel zu landen.

Das Klettern übte eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf mich aus. Das wollte ich machen. Nach einem gemeinsam absolvierten Boulderkours, bekam ich einen Anruf von Andreas. Ein Kletterer wurde gesucht. Das dies alles auf einer Verwechslung mit einen Namenskollegen beruhte, erfuhr ich erst Jahre später. Aber es hat ja geklappt und so kam ich am Seil von Thomas zu meiner ersten alpinen Klettertour in der Südwand des Geiselsteins. Gleich die zweite war dann eine für mich sehr legendäre Tour am Grundübelhorn in den Berchtesgadenern Alpen. Wir waren zu langsam und ein Freiluftbiwak in der Wand war fällig. Saukalt war es und Andreas, Jens, Etienne und ich teilten uns im Schein der Johannifeuer auf den Gipfeln gegenüber einen Schokoriegel.

Ungefähr zu der Zeit lernte ich auch Betty kennen. Meine einzig wahre Liebe! Die Sonne meines Lebens. Der Stern, welcher mich durch manche Nacht geleitete. Aber zuvor wurde die Beziehung erst mal gründlich im Hochlager-Zelt am Aconcagua getestet. Woife und Hias waren mit dabei. Mein höchster Berg bis dato. Ein weiterer Beziehungstest war die "Schneehölle von Maurach". Betty und ich absolvierten einen Biwakkurs mit dem DAV in der Nähe der Rofan-Seilbahn über Maurach. Die Schneehöhle war bald gegraben und wir schliefen tief und fest, als plötzlich eine Lawinensonde durch die Decke gerammt wurde. "Geht es euch gut?", "Passt scho ..." und wir dachten uns nix dabei.
Zwei Teilnehmer hatten über Nacht die Krise gekriegt und waren ins Tal abgefahren. Morgens packten wir gemütlich unser Zeug zusammen und fuhren mit dem Rest der Gruppe bei zugegeben nicht mehr ganz so guten Wetter auch wieder ab. Was wir dann in der Münchner TZ über unser Abenteuer lesen konnten, erstaunte uns doch sehr. "Lebendig unter dem Schnee vergraben", "Bergsteiger in Eishölle gefangen", "dramatische Suchaktion" ... War es wirklich so schlimm? Wir haben doch nur eine Lawinensonde von der "Rettung" mitbekommen. Den Artikel hab ich mir aufgehoben (TZ-Artikel vom 25.02.02).
Alles ganz lustig, aber bei der Abfahrt stürzte Betty blöd und holte sich einen Kreuzbandriß. Mit Pistenraupe gab es dann tatsächlich noch eine "echte" Rettung aus misslicher Lage.

In Sachen Hochtouren nahmen Woife, Flo, Hias und ich 2002 den Dom im Wallis über den Festigrat in Angriff. Unvergesslich war der damalige Hüttenwart auf der Domhütte. Die Hütte war gerammelt voll, trotzdem hatte der Chef alles unter Kontrolle. Zu seinen Gästen war er auch sehr nett. Nur eine volle Hütte sorgt für viele Gäste vor der Tür, die dort biwakieren wollen. Da hatten sie die Rechnung aber wahrlich ohne den Meister gemacht. Der stürmte laut fluchend los, mit Schaufel zum Angriff bewaffnet, "Ihr scheiß Biwakierer ...". Wir sind fast abgebrochen vor Lachen.
Weniger lustig war ein Spaltzensturz einer kompletten Dreier-Seilschaft am nächsten Morgen nur wenige Meter unterhalb des Grates. Zu viert und trotz der Anleitung durch einen Bergführer bekamen wir die nicht raus. Zu festgeklemmt. Der erste Helieinsatz, den ich hautnah erlebte. Mit Seilwinde konnten die Gestürzten dann mit nicht allzu viel Blessuren geborgen werden. Sie hatten alle einen Helm auf, was sie wohl vor schlimmeren Verletzungen bewahrte. Ich beschloss, es ihnen in Zukunft gleich zu tun, auf dem Gletscher immer einen Helm und sei er noch so flach. Sehr oft habe ich mich auch daran gehalten.

Dank Betty war es mir die Jahre darauf möglich, meine an sich echte und einzige Bergleidenschaft auszuleben. Das wäre nämlich genau das Höhenbergsteigen in fernen Ländern. Ist nur leider schwierig zu organisieren und so viele Leute gibt es da auch nicht, die sich sowas antun wollen. Über Veranstalter habe ich in Peru am Huascaran und Alpamayo auch probiert. Ist halt nicht das Gleiche, da fehlt irgendwas, wenn alles nur serviert wird und man keine Eigenverantwortung zu tragen hat. Zu kommerziell halt.

2003 machte ich in der DAV-Bibliothek eine Zufallsentdeckung, "Tibet Overland" von Kym McConnell. Das Buch sollte mein Leben dann doch deutlich beeinflussen. Zur gleichen Zeit meinte mein damaliger Arbeitgeber, dass er ohne mich auskommt. Bei den Worten kann man sich ja mittlerweile denken, dass muss was mit Siemens zu tun haben. Mir gab das die Gelegenheit, um die Strecke von Lhasa nach Kathmandu mit dem Fahrrad zu bewältigen. Transhimalaya sozusagen, einige Pässe über 5000m und ein Abstecher ins Basecamp an der Nordseite des Evererst.

Das Tibet-Fieber hatte mich gepackt, der nächste Arbeitgeber war auch nicht so toll. So fiel es leicht, den nächsten Plan auszuhecken. Dieses Mal aber mit Betty. Das ganz große Ding sollte es dieses Mal werden, wurde es auch. Acht Monate waren wir insgesamt unterwegs. Über den Karakorum Highway ging es nach China und dann durch ganz Westtibet nach Lhasa. Mit dem Fahrrad sollte ich noch erwähnen. Auf der Strecke kam uns der Woife ein Jahr zuvor, er wollte ja nicht warten ;-)
Wir schauten uns noch Südostasien an und unternahmen auch einen Abstecher nach Neuseeland. Mit dem Mount Aspiring gelang uns dort eines der absoluten Highlights meiner Bergsteigerei. Von der Radreise gibt es natürlich viele Geschichten, aber darüber habe ich ja ein Buch geschrieben.

Wieder daheim angekommen, ging alles sehr schnell. Wir waren bald wieder im normalen Leben angekommen. Auch das Tourenbuch füllte sich weiterhin ganz gut. Da war zum Beispiel der Habicht im Stubai. Von unten sah alles ganz grün aus, also liesen Woife und ich die Skier im Auto. Nach einer gemütlichen Nacht im Heuschuppen ging es los. Bald kam der Schnee und wir stapften unbeirrt weiter. Auch als die ersten Skitourengeher an uns vorbeizogen. Wir brachen mittlerweile mindestens bis zu den Kniern ein, aber aufgeben war natürlich keine Option. Die Skifahrer fuhren mittlerweile wieder ab und bei der Schlüsselstelle löste einer einen kleinen Schneerutsch aus, der mich prompt ein paar Meter mitriss. Naja, wir kamen am Gipfel an und auch wieder runter. Am nächsten Tag hatte ich meinen ersten Arbeitstag beim neuen Brötchengeber. Ich kam an mit sonnenverbrannten Gesicht, total müde und aufgrund des Muskelkaters in den Oberschenkeln, unfähig auch nur eine Treppenstufe zu steigen. Ein Einstand nach Maß.

In Sachen Hochtouren war der Corna-Rossa-Grat auf den Monte Disgrazia im Bergell unvermutet eine Herausforderung. Betty und ich, wir brauchten etwas lang und fanden uns abends in der Biwakschachtel wieder, welche zum Glück am Gipfel steht. Am nächsten Morgen hatte es ein Gewitter, der Pickel knisterte aufgrund der elektrisch geladenen Luft. Wir nutzten nach mehreren Anläufen ein Wolkenloch, um den Ausbruch zu wagen. Natürlich wurden wir auf der Hütte vermisst und die Bergwacht war alarmiert. Als wir mitten am Grat des Normalweges abkletterten schwebte der Helikopter mit voller Mannschaftsbesetzung an. Ein unglaubliches Erlebnis, als der Helikopter wenige Meter von uns entfernt auf gleicher Höhe in der Luft stand. Ich erinnerte mich an das internationale Zeichen für "Nein", welches man in solchen Fällen zeigen kann. Am weiteren Abstieg kamen uns auch noch Bergführer auf der Suche nach uns entgegen. Nun ja, wir benötigten keine Hilfe, dieses Mal war es noch gut ausgegangen.

Schließlich wurden meine Tochter Jana und mein Sohn Fabian geboren. Vorher heirateten Betty und ich aber noch, mit einem Heiratsantrag auf dem Zettenkaiser, nach dem wir dessen berühmte Ostwand geklettert waren. Eigentlich hätte ich jetzt alpin gesehen als Familienvater ruhiger werden sollen, ich weiß. Aber es kam anders, kann man sich nicht immer aussuchen, wo einem die Sehnsucht hintreibt. Mich trieb es zu schwierigeren Touren. Endlich hatte ich das Können, das Wissen und die Erfahrung, um mich an die großen Alpentouren wagen zu können. Die Tourenpartner dazu darf man auch nicht vergessen. Es ist dies meine zweite alpine Phase, meine extreme sozusagen, die nun begann.

Passend dazu lernte ich bei einer kombinierten Wintertour auf das Rubihorn im Allgäu den Walter kennen. Ein echter alpiner Haudegen, der mich fortan in das Reich des alpinen sechsten Grades einführte. Genau da wollte ich hin, das waren die "echten" Klettertouren, die ich mir immer erträumt hatte. Je alpiner, desto besser. Die schönste Tour mit Walter dürfte in der Pala gewesen sein, die "Perla Nera" an der Cima dei Lastei. Eine gewaltige Tour auf einen Zacken, den keiner kennt.
Da wir beide kleine Kinder hatten, passte es eine Weile ganz gut und wir unternahmen viel, auch mit Familien zusammen. Aber ich musste lernen, je extremer die Touren, umso extremer auch die Charaktere. Nach einem Urlaub in Slowenien liesen sich die Differenzen nicht mehr hinter guten Touren verstecken.

Zum Glück lernte ich zeitgleich den Gerhard kennen. Er teilt mit mir das Faible für "Pause-Extrem-Touren" und es gelangen uns ein paar. Die Tour mit ihm, welche mir jedoch am längsten in Erinnerung bleiben dürfte, war die Schubert-Werner-Kante auf die Pala di Socorda im Rosengarten. Gleich in der ersten Seillänge brach Gerhard im Vorstieg ein Griff aus und er segelte ein ordentliches Stück durch die Luft. Zum Glück passierte nix und er kletterte auch wie nix weiter. Die Tour ist im unteren Teil ein richtiger "Grusler", der zweite Teil dafür umso schöner und man erreicht einen wirklich einsamen und vergessenen Dolomitenzacken. Das ist für mich ja immer Ansporn genug.

Zuvor hatte ich 2012 allerdings meiner ersten Bergunfall. Bei der Skiabfahrt vom Wilden Freiger im Stubaital wollte ich, um eine gerade Ebene zu überwinden, mit richtig viel Schwung hineinfahren. Tat ich auch, allerdings tauchte dann urplötzlich vor mir ein querverlaufender Bachlauf auf. Das Wasser hatte einen rund 2m tiefen Kanal in die Schneedecke geschmolzen. Ich leitete eine Notbremsung per Schwung ein. Einfach gerade weiterfahren wäre wohl besser gewesen, dann wäre ich einfach über das Ding hinweggeflogen. So schlug ich mit der Schnauze voran im Bachgrund auf. Das Kinn hatte dabei einen gar nicht schönen Kontakt mit einem Stein. Dabei durchschlug es die Haut unter der Lippe und die Schneidezähne klappten nach hinten, ein paar andere waren einfach herausgebrochen. Ich überlegte nicht lange, rappelte mich schnell auf und voller Adrenalin ging es so schnell wie möglich zum Auto hinab. Von so einem Verhalten haben mir schon viele Verunfallte erzählt, welche noch bewegungsfähig waren. Man denkt gar nicht daran den Hubschrauber zu rufen, man schaut einfach, dass man sicheres Gelände erreicht.
Am Auto wartete schon Woife, der hatte mich im Graben gar nicht liegen sehen. Im fremden Österreich wollte ich auch nicht ins Krankenhaus, also ging es noch bis Garmisch. Dort wurden die Zähne wieder zurechtgebogen und mit Drahtbügel fixiert. Ganz nebenbei hatte ich noch einen Muskelriß im linken Knie, welcher mir aber gar nicht groß aufgefallen war. Tja seitdem macht mich eine Narbe im Gesicht zum "echten" harten Kerl.

Dann kam wohl "mein" Jahr und das war 2013. Doldenhorn "Galletgrat", Eiger "Überschreitung vom Osteck", Mont Blanc "via Aiguilles Grises", Maukspitze im Kaiser "Buhl-Westwand", Zugspitze Jubigrat im Winter. Noch Fragen?
Besonders die Überschreitung des Eigers, das ist wohl "die" Hochtour, welche man in den Alpen machen kann, besser geht es nicht. Zwei Tage in unglaublicher Hochgebirgslandschaft, immer auf Messers Schneide am Grat. Ungewöhnliche Hüttchen. Legendäre Schauplätze der Alpingeschichte zu Füßen. Die berüchtigten Eiger-Gewitter hatten wir auch. Einmal in der Mittellegi-Hütte, schon ein Schauspiel, wenn direkt hinter dem Fenster Blitze waagrecht vorbeizucken. Weniger lustig war dann ein Gewitter mitten auf dem Grat, zum Glück nur sehr kurz. Dann war da noch der ewige Abstieg über die Westflanke. Gewaltig, schön, aber auch sehr, sehr mühsam.

Der Mont Blanc, ein lang gehegter Traum, wurde dann auch endlich über die italienische Seite Realität. Wir hatten mehrere Optionen im Repertoire und nahmen halt dann die Route, welche ging, das war die Gratüberschreitung der Aiguilles Grises. Bis zur Gonella-Hütte hatte ich auch noch vier Dosen mit Weißbier im Gepäck. Das war mühsamer als gedacht, wir waren auch nur zu dritt, ein vierter war krankheitsbedingt kurzfristig ausgefallen. In der Besetzung mit Flo und Woife dürfte es eine einmalige Angelegenheit gewesen sein, dass die übrige Dose ungeöffnet im Winterraum der Hütte zurückgelassen wurde.
Abgestiegen sind wir über die französische Seite, ein krasser Gegensatz. Trubel ohne Ende und volle Hütte. Im berüchtigten Grand Couloir war zudem kurz vor uns jemand abgestürzt. Wir erlebten die Bergung des Toten. Wie dieser ausgestreckt am Seil unter dem Helikopter hing, das Bild werde ich auch nicht mehr vergessen.

Die Maukspitze im Wilden Kaiser, das ist eher was für Eingeweihte. In der Westwand hat der Herrmann Buhl ein Meisterstück hinterlassen. Eine glatte Platte, welche heute am oberen Rand technisch geklettert wird. Der Buhl ist da irgendwie gerade drüber gekommen, noch heute kann man einen einzelnen Haken von oben erspähen, welcher wohl noch vom Meister selbst stammt. Unglaublich luftig. Wahnsinn. Gerhard hat mich mitgenommen, bei dieser großen Tour.

Mehr demnächst auf diesem Kanal ...

Ja, ich habe auch noch andere Leben, aber hier auf dieser Seite soll es ja vorwiegend alpin zugehen.

Noch etwas technisches, ich arbeite derzeit unter Linux mit Chromium und kontrolliere hin und wieder mit Safari auf dem iPad. Da ich ja nun auch schon länger dabei bin, weiß ich, dass Browser kommen und gehen. Es ist mir von daher unmöglich, allen technischen Feinheiten hinterher zu hecheln, sonst artet der Aufwand doch eher ins Uferlose aus. Ich bin euch aber wirklich immer sehr dankbar, wenn ihr einen (groben) Fehler entdeckt und mir meldet!

So, die abschließende Bilderserie hat mir schon viel Spott eingebracht, aber bisher habe ich es mit Gleichmut ertragen ... ich war halt mal lange Zeit zu faul zum Rasieren und die mütterliche Instanz fand das gut so. Das hab ich nun davon.
16 Jahre ca. 18 Jahre ca. 20 Jahre ca. 22 Jahre
ca. 23 Jahre ca. 25 Jahre ca. 27 Jahre 29 Jahre
35 Jahre 39 Jahre
Jung und schleppen

Alle Texte und Bilder so nicht anders vermerkt von Stephan Rankl.
www.sirdar.de
"Selvaggio Blu"
Das Buch: Selvaggio Blu, eine Wegbeschreibung von Stephan Rankl
Eine Wegbeschreibung


Webcam-Links:
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Wilder Kaiser, Südseite
Berchtesgaden
Zermatt und Umgebung
Randa, Weisshorn

"Kürzlich in Asien"
Das Buch: Kürzlich in Asien, von Stephan Rankl
Eine Radreise durch das wilde Asien