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Snježnik - www.sirdar.de

Snježnik (1505m)
Guslica (1490m)
Risnjak-Nationalpark Kroatien Wandern, T3 Tour 806, am 06.11.2025 ✔

Oberhalb der Baumgrenze im Risnjak-Nationalpark
Ganzer Reisebericht siehe: Herbstsonne II - Rijeka, Istrien

Fakten
Ausgangspunkt:Skizentrum Platak (1100m)
Höhenmeter:700Hm
Zeit / Strecke:5.5h, 13.1km
Markierung:Ohne Karte wird es schwierig
Anforderung:Kurze Kletterei am Gipfel des Snježnik
Besonderheit:Grattour im Nationalpark

GPS

Dynamische Kartenansicht (benötigt Javascript)
20251106_Risnjak.gpx.gpx (Download GPX-Datei)

Ausgangspunkt

Skizentrum Platak (1100m)
Von Rijeka fährt man auf der A6 Richtung Zagreb und bei der Ausfahrt 7 "Kikovica" raus. Weiter nach Zagreb, bis scharf links eine Nebenstraße Richtung Platak abzweigt. Platak ist ein kleines Skigebiet, am Beginn des Sessellifts hat es einen großen Parkplatz.

Stützpunkt

Berghütte Sušak gleich am Beginn des Weges (1127m).

Route

Man kann vom Parkplatz auch direkt neben dem Sessellift Richtung Snježnik hochlaufen. Wer das nicht mag, muss etwas rechts ausholen. Am Parkplatz von Platak steht am Ende in Richtung Rijeka eine Hütte der Bergrettung, rechts davon kurz hoch bis zur Sušak-Hütte.
Man nun folgt nun der Beschilderung Richtung Risnjak. Nach dem man eine Schotterstraße erreicht hat, geht es links Richtung Snježnik weiter. Wenn man links den Sessellift sieht, rechts weiter und auch an der nächsten Gabelung rechts. Wenig später muss man sich entscheiden, welchen Weg man hoch auf den Snježnik läuft, rechts ist etwas leichter, links "kroz glo" mit mehr Felskontakt. Wir gingen links weiter.
Dabei läuft man zunächst in einer Senke unter dem Berg entlang und dann steil hoch zu dessen Nordseite. Hier findet sich eine Hütten-Ruine, zu der man hochsteigt. Dort an der Felswand gleich hinter der Hütte zwei Varianten, links etwas schwerer als rechts. Aber beide Male ist nur kurze einfache Kraxelei gefragt. Und schon steht man auf dem Gipfel.
Den Grat Richtung Süden würde man letztlich auf den schon bekannten Aufstiegsweg von Platak gelangen. Ins Auge sticht aber vom Gipfel auch der Kamm zur Guslica (der Gipfel mit Sendemast) in nördlicher Richtung. Dazu wieder zur Hüttenruine absteigen und weiterhin nun immer am Gratkamm bleibend Richtung Guslica laufen. In einigen auf und ab erreicht man schließlich in einer Kehre die Schotterstraße, welche auf die Guslica führt. Wenig später hat man den Gipfel erreicht.

Für den Absteig läuft man wieder zur Schotterstraße zurück bis dorthin wo der vom Aufstieg bekannte Steig auf die Straße trifft. Auf dem Steig ein paar Meter absteigen. Auf einem Stein ist mit rot Platak angeschrieben, das ist schwierig zu sehen und auch der dünne Steig, der nun rechts weiterführt ist schwierig zu entdecken. Auf diesem Weg geht es nun talwärts. An Abzweigungen hält man sich immer links, bis man auf eine Teerstraße trifft. Auf dieser links zurück zum Parkplatz bei Platak.

Charakter

Für die beschriebene Route sollte man sich im Gelände schon einigermaßen gut orientieren können. Zwar ist der Weg überall markiert, aber man muss schon wissen, wo man eigentlich hin will. Weil auch an Abzweigungen oft die Beschilderung fehlt. Das gilt speziell für den Kammweg zur Guslica.
Die kleinen Felsklettereien am Gipfel des Snježnik sind nicht weiter schwierig. Der Abstieg auf dem beschrieben Weg von der Guslica ist dann wieder sehr steil und kann im Herbst mit viel Laub auf den Boden rutschig und schwierig zu entdecken sein.

Karte

Digitale Karte www.openstreetmap.org

Weitere Infos

Johanna Stöckl, Rother Wanderführer "Istrien", 4. Auflage 2025


Im Skigebiet

Nur 15km Luftlinie von der drittgrößten Stadt Kroatiens, Rijeka, gibt es den Nationalpark Risnjak. Dieser beherbergt Bären, Wölfe und Luchse. Wieviele Bären es dort wirklich gibt, konnte ich nicht herausfinden. Das einzige was ich fand, "eine der höchsten Bärendichten Europas". Vorweg, wir bekamen kein einziges der Raubtiere zu Gesicht, was wohl auch besser für alle ist. Aber schon erstaunlich, dass das hier in Kroatien so unweit einer großen Stadt offenbar funktioniert, während uns in Deutschland immer nur abknallen einfällt. Ich vermute mal, da könnte man was lernen, also wie das im Nationalpark Risnjak funktioniert.
Weiterhin erstaunlich, so unweit vom Meer gibt es ein Skigebiet. Man geht von Platak los und hier stehen auch zwei Sessellifte. Davon hatte ich auch noch nicht gehört und hätte ich hier auch nicht vermutet. Gut es liegt ziemlich hoch, man startet auf 1100m.
Wir folgten zunächst der Rother-Wandertour, die wir später noch ändern sollten. Mit diesen Wissen hätten wir den anfänglichen Bogen vielleicht erstmal nicht gemacht. Die Rother-Tour holt rechts etwas aus, um Abstand zum Sessellift zu wahren. Man läuft durch einen schönen Buchenwald. Schließlich kommt der felsige Snježnik doch in Sicht. Wir nahmen die etwas schwierigere Aufstiegsroute von links her. Kurz unterhalb des Gipfels findet sich dabei eine Hütte, die aber schon arg verfallen ist. Von außen sieht sie noch stabil aus, könnte man noch renovieren, rentiert sich aber wohl nicht. Hinter der Hütte muss man eine kleine Felswand überwinden, um auf den Gipfel zu gelangen. Der Blick ist wieder umfassend, Mittelmeer, Alpen, Istrien, alles da. Hinter einem der Blick in den Nationalpark mit dem namensgebenden Berg Risnjak in der Mitte. Dies ist auch der höchste Berg des Parks und rundherum eingebettet von endlosen Wäldern.
Uns lachte der Gratkamm nordwärts an, der zum Berg Guslica führt. Leicht zu erkennen, da mit einem Sendemasten auf dem Gipfel. Wir machten uns also dorthin auf dem Weg. Es geht den weitgehend baumlosen Kamm entlang, mit ein wenig auf und ab. Sehr schön in der Herbstsonne.
Auf dem Guslica finden sich noch militärische Anlagen aus Zeiten, da es Jugoslawien noch gab. Man hat den Berg wohl ganz schön ausgehöhlt, überall finden sich Bunkereingänge. Der Weg bergab führt dann wieder durch sehr steile Buchenwälder. Die Blätter lagen schon alle am Boden und verdeckten alle Unebenheiten, da musste man wieder vorsichtig laufen.

Stephan unterwegs mit Betty am 06.11.2025


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Alle Texte und Bilder so nicht anders vermerkt von Stephan Rankl



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