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Lagoas, Fajã Grande, Ribeira do Ferreiro Flores Azoren Reisebericht Azoren 2025 Wandern, T3 Tour 86, am 15.06.2025 ✔

Steiler Abstieg von den Lagoas auf dem Hochland nach Fajã Grande. Dann weiter zu den eindrucksvollen Wasserfallen des Ribeira do Ferreiro.

Fakten
Ausgangspunkt:Miradouro das Lagoas (530m)
Höhenmeter:+450 Hm / -950 Hm
Zeit / Strecke:6h, 17.5km
Markierung:Nicht durchgehend
Anforderung:Sehr steiler Abstieg vom Hochland nach Fajã Grande
Besonderheit:An einem Tag alles, was die Azoren zu bieten haben

GPS

Dynamische Kartenansicht (benötigt Javascript)
20250615_Lagoas_FajaGrande.gpx (Download GPX-Datei)

Ausgangspunkt

Miradouro das Lagoas (530m)
Gelegen an der Verbindungsstraße Ost nach West von Santa Cruz das Flores nach Fajã Grande und quasi nicht zu verfehlen.
Die Tour hat den Schönheitsfehler, dass man schlecht eine Rundtour daraus machen kann. Man müsste von Fajãzinha entlang der Straße wieder hochlaufen. Da dies jedoch die Wandertour schlechthin auf Flores ist, sind die Taxiunternehmer bestens darauf eingestellt und man kann ein Shuttle organisieren, sollte dies jedoch am Tag vorher ausmachen. Zur Saison sind die wenigen Taxis auf Flores gut beschäftigt.

Einkehr

Am Strand in Fajã Grande.

Wegschreibung

Von Aussichtspunkt im Hochland zwischen dem Lagoa Negra und Lagoa Comprida führt der beschilderte Pfad nach Fajã Grande am Ostufer des Lagoa Comprida entlang (Weg Nr. 3). So erreicht man einen weiteren See, den Lagoa Seca an einer asphaltierten Straße. Kurz an der Straße entlang dann wieder links am markierten Pfad ins Gelände am Lagoa Branca vorbei. Nun wird es sumpfig.
Man erreicht einen Schotterweg und folgt diesem aufwärts. Einige Meter nach einer Serpentine geht es wiederum mit Beschilderung links hoch zum Kraterrand. Nun führt der Weg entlang des Kraterrands, zur linken geht es dabei teilweise wirklich sehr steil hinab. Man erreicht einen Durchschlupf an der Abbruchkante, nun führt der Pfad in vielen Serpentinen und Treppen, teilweise sehr rutschig hinab zur Küste. Man erreicht einen Weg und folgt diesem zum Strand von Fajã Grande.
Für den weiteren Marsch wandert man nun auf der Hauptstraße durch das Ortszentrum von Fajã Grande. Schon ziemlich am Ortsende muss man sich links halten, hier sind Fajãzinha, bzw. der Ribeira do Ferreiro ausgeschildert. Man folgt nun einen doch recht breiten Weg immer ziemlich nah entlang der Steilflanke zum Hochland. Dabei geht man das Halbrund aus, in dem Fajã Grande, bzw. Fajãzinha liegt. Schließlich erreicht man einen asphaltierten Weg und folgt diesem abwärts bis zur Hauptstraße. Von hier zweigt wieder links ein kurzer Seitenabstecher zu dem See des Ribeira do Ferreiro mit den eindrucksvollen großen Wasserfällen ab.
Zurück an der Hauptstraße folgt man dieser kurz nach Süden, bevor ein Pfad hinab nach Fajãzinha führt. Ab hier kommt man zum Ausgangspunkt bei den Lagoas im Hochland nur über Straßen zurück, so man nicht den gleichen Weg zurücklaufen will.

Charakter

Landschaftlich und von der Vegetation her großartige Tour. Man kommt in kleinen durch alle Zonen, welche es klimatisch auf den Azoren gibt. Man sollte unbedingt versuchen, einen Tag mit wenig Nebel im Hochland zu erwischen. Die Landschaft zwischen den Kraterseen ist schon mal großartig und v.a. auch der Blick vom Kraterrand hinab nach Fajã Grande. Dort oben ist der Weg sehr sumpfig.
Der Weg hinab nach Fajã Grand führt durch eine atemberaubend steile, aber vollkommen bewachsene Steilflanke. Die Wasserfälle des Ribeira do Ferreiro sind schließlich eines der Highlights der Azoren schlechthin.

Karte

Digitale Karte www.openstreetmap.org

Weitere Infos

Roman Martin "Azoren", Rother Wanderführer, 7. Auflage 2024


Sumpf, Nebel, Meer, Wasserfall und viel, viel Grün.

Unser Plan sah wie folgt aus, morgens mit dem Mietauto ins Hochland. Dort dann loslaufen. Wir hatten unser Feriendomizil in Fajãzinha, dorthin wollten wir quasi zurücklaufen und hatten für abends ein Taxi organisiert, um das Mietauto wieder abzuholen.
Insgesamt folgt man vom Hochland zwischen den Lagoas dann dem Weg 3 nach Fajã Grande. Es geht zunächst um die Seen herum und dann über die sumpfige Ebene hinweg, über der auch die höchste Erhebung der Insel Flores thront, der Morro Alto mit 915m. Gut zu erkennen an den Aufbauten, welche auf dem Gipfel stehen. Ja, wir hatten Glück mit dem Wetter, es war ein weitgehend nebelfreier Tag. So einen sollte man sich unbedingt für diese Tour aufheben, sonst würde man einiges verpassen.
Schließlich folgt man dem Kraterrand, bzw. einer Rippe in Richtung Meer, das ist dann alles schon sehr fotogen, mit großartigen Ausblicken. Die Vulkanflanke fällt in die Bucht, in der Fajã Grande und Fajãzinha liegen, schon sehr eindrucksvoll steil ab. Dabei hält sich aber trotz der Steilheit überall dichte Vegetation. Genau über diese Flanke hinab führt dann auch ein dramatischer Weg. Der ist an sich nicht so schwierig, er wurde mit vielen Treppen und Serpentinen kunstvoll angelegt. Vermutlich, damit die Bewohner früher schnell zu den Weiden im Hochland laufen konnten.
Wir kamen quasi direkt in Fajã Grande raus und machten dort am Strand gemütlich Rast in einem Restaurant. Ein indischer Koch, schon erstaunlich, wo es die überall hinverschlägt. Zurück zu unserem Heim in Fajãzinha wählten wir den Weg über die großen Wasserfälle, welche sich in den Kessel von Fajã Grande über die Vulkanklippen stürzen. Die sind aber auch wirklich spektakulär, da drückte man gerne auf den Auslöser der Kamera. Der See davor ist zum Schwimmen aber eher ungeeignet, zu viel grüne Inhaltsstoffe.
Abends kam dann das bestellte Taxi und fuhr uns wieder hoch zu unserem Mietauto. Ein paar Fragen wurden geklärt, es gibt eine Fahrschule auf Flores und auch auf Corvo braucht man einen Führerschein. Ab und zu macht der Fahrlehrer einen Ausflug von der kleinen Insel Flores zur winzigen Insel Corvo, wo es keine Ampel und nur zwei Straßen gibt.
Beim Runterfahren genossen wir das Abendlicht von einem Aussichtspunkt hoch über Fajãzinha und konnten so noch mal ein Blick über das geleistete Tagewerk schweifen lassen. Fajã Grande ist dabei die westlichste Stadt Europas. Die Insel Flores liegt aber angeblich schon auf der nordamerikanischen Kontinentalplatte.

Stephan unterwegs mit Betty und Fabi am 15.06.2025



Alle Texte und Bilder so nicht anders vermerkt von Stephan Rankl



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