Azoren 2025 - Portugal - www.sirdar.de
Diashow Pico
Flug von Flores nach Horta, Fähre nach Pico
Unser nächstes Ziel war die Insel Pico in der Zentralgruppe der Azoren. Um dahin zu kommen, brauchte es einen Flug nach Fajal, mit der Inselhauptstadt Horta. Fajal und
Pico liegen recht nah beieinander, so dass man mit der Fähre übersetzen kann.
Der Fährhafen von Horta. Gegenüber sieht man schon das Highlight von Pico, den gleichnamigen Vulkan.
Das ist Madalena auf Pico, wo wir unser Quartier bezogen. Darüber erhebt sich der Ponta do Pico, mit 2351m der höchste Berg von Portugal und das alles beherrschende landschaftliche Merkmal
von Pico. So frei gibt es ihn vermutlich eher selten zu sehen. Üblich ist eine Wolkendecke, welche den Berg zumindest teilweise verdeckt, je nach dem, wo der Wind herkommt. Die Wolken stauen
sich dann auch der einen Seite, während die andere frei bleibt.
Inselrundfahrt I
Morgens holten wir uns wieder ein Mietauto ab, dass wir schon von daheim gebucht hatten. Ohne eigenes Gefährt kommt man auch auf Pico schlecht rum. Dann wollten wir zu einer
Vulkanhöhle, also einen Tunnel, den die abfließende Lava hinterlassen hat. Die Gruta das Torres. Der Eingang war aber nach einem Erdbeben einsturzgefährdet, weswegen wir nur ein
paar Erläuterungen von außen bekamen.
An der Küste wird zwischen den Vulkangestein Wein angebaut, siehe Bild oben. Der soll einen ganz besonderen Geschmack haben. Das konnte ich aber abends beim Test mit lokalen Wein aus
dem Supermarkt nicht nachvollziehen. War jetzt kein Knüller.
Unterwegs an der Küste gibt es immer kleine Viewpoints. Der Atlantik gibt sich immer dramatisch, wenn es an die Küstenfelsen brandet.
Das ist die Aussicht von Lajes do Pico auf Pico den Vulkan. Das sind dann über 2000m Höhenunterschied von der Küste weg. Lajes ist ein alter Walfängerort, wir sind in das entsprechende
Museum. Die Walfängerei anno dazumals mit Ruderbooten war schon eine blutige Angelegenheit. Das langsame Abschlachten der Wale mit Lanzen aus heutiger Sicht sehr barbarisch.
Von Lajes fuhren wir rund 1000m aufwärts ins Hochland, wo wir auch die "glücklichen Kühe der Azoren" trafen. Die dürfen das ganze Jahr draußen bleiben.
Unser Ziel war die Lagoa do Paul. Die lässt sich über Teerstraßen noch gut erreichen. Aber selbst auf so einer kleinen Insel ist man dann tatsächlich ganz weit weg von allen.
Vor langer Zeit war ich ja mal in Tansania beim Kilimanjaro, diese Szenerie auf Pico ließ mich daran zurückdenken.
Das sieht schon sehr exotisch aus.
Der sonnige Eindruck täuscht, wir waren im Hochland der Azoren. Bald legte sich wieder der berühmte Dauernebel über die Landschaft. Wir fuhren auf der Nordseite der Insel wieder hinab, dass
war bei der dann eingeschränkten Sicht sehr abenteuerlich. Man musste sich langsam voran tasten, um nicht die nächste Kurve der engen Straße zu verpassen.
Das Hochland von Pico würde sicherlich sehr eindrucksvolle Trekking-Optionen bieten, aber diese ständige Nebel ist da ein echtes
Hindernis.
Inselrundfahrt II
Der große Tag war gekommen, an dem wir den Vulkan Pico erklimmen wollten. Den Zeitslot dafür muss man zur Saison schon Monate im Voraus buchen, was wir auch getan hatten. Aber, es hatte wieder
einen typischen Azoren-Tag. Alles im Nebel und Regen noch dazu. Wir fuhren trotzdem hoch zum Parkplatz mit dem Registrierungsbüro. Das gleicht einer Schleuse, durch die man muss, bevor man den
Wanderweg hoch zum Gipfel erreicht. Der Ranger meinte, heute wäre kein guter Tag, wie wir ja schon selbst gesehen hatten, der Wind war ziemlich stark. Er riet uns, es am nächsten Tag nochmal zu
versuchen, da wären die Wettervorhersagen besser. Hinsichtlich Permits halten sie für jeden Tag ein Kontigent zurück und wenn man morgens kommt, ist eine Besteigung auch ohne Reservierung möglich.
Wir folgten seinen Rat.
Es musste also einen Alternativ-Programm für diesen Tag her. An den Hängen des Pico gibt es eine weitere Vulkan-Höhle, die Furna do Frei Matias. Die liegt etwas versteckt auf einem
Privatgelände, ist aber frei zugänglich.
Sieht von außen etwas unscheinbar aus.
Das ist der Leuchtturm an der äußersten Ostspitze von Pico, an der Ponta da Ilha.
Hier kann man kleine oder auch größere Spaziergänge durch die Lavafelder an der Küste machen.
Eine Ananas.
Besteigung des Pico
Steiler Aufstieg über dem Atlantik und über den Wolken zum höchsten Punkt von Portugal.
Blick vom Flughafen von Pico auf den Vulkan
Von Pico ging es zurück nach São Miguel und über Lissabon in die Heimat.
Alle Texte und Bilder so nicht anders vermerkt von Stephan Rankl