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Alpspitze
Tour 398 2628 m Alpspitze Nordwand "Dachlweg" + "Adamplatte" Wetterstein Klettern 5+ A0 02.07.10    

Alpspitze Nordwand: Klettern auf Nummer Sicher www.sirdar.de

Fakten
Höhenmeter:ca. 500Hm ab Osterfelderkopf
Gesamtdauer:bei Durchstieg durch die ganze Wand ca. 4-5h
Route:Gut gesichert, oben markiert
Abstieg:Am schnellsten über leichten Klettersteig durch die Nordwand, 1h

Ausgangspunkt:

Parkplatz Alpspitzbahn

Anfahrt von München:

München - Garmisch - 1h.

Stützpunkt:

-

Route:

Alpspitze, Dachlweg Zustieg:
Mit der Alpspitzbahn oder zu Fuß auf den Osterfelderkopf. Erste Fahrt ist im Sommer um 8.00 Uhr.
Nun entlang des Nordwandsteigs bis zum Tunnel-Eingang.

"Dachlweg", 6+ oder 5+A0
Der "Dachlweg" hat seinen Namen von der Dachkonstruktion am Einstieg, der somit optimal markiert ist.
1. SL (5, 25m): Rechts des Dachls auf ein Band, dieses nach links verfolgen und dann durch einen Riß zum Stand.
2. SL (6+ o. 5+A0, 15m): Quergang über eine Platte nach rechts, A0-Stelle nichts für kleine Leute.
3. SL (5+, 30m): Gerade über Wasserrillen nach oben.
4. SL (4, 25m): Zunächst über eine glatte Rippe, über diese hinweg und zu Stand auf einem Band (gelber Punkt).
Ab nun ist die Route zum großen Teil gelb markiert. Hält man sich an die vorgegebenen Stände, so sind dies 6 SL bis zum Herzl. Man bewegt sich zum Großteil über schrofenartiges Gelände, mit nur kurzen Klettereinlagen. Nur die letzte Seillänge vorm Herzl verlangt nochmal festeres Zupacken. Es geht durch eine rinnenartige Vertiefung über Platten nach oben (Riß am linken Rand).

Man erreicht das Herzl, einen großen Schuttstreifen durch die Nordwand. Darüber bleibt die Wand zunächst recht flach und man folgt roten Markierungen durch stufenartiges Gelände (bis 2). Es gibt zwei Wege durch die abschließende Gipfelflanke "Adamplatte" oder "KG-Weg", beide sind rot markiert.

"Adamplatte", 3+
Vom Herzl folgt man den roten Markierungen und hält sich dann links. Die Route ist durch den obersten Plattenschuß der Alpspitz-Nordwand klar vorgegeben. Man klettert zunächst noch über kurze 2er-Stufen zum ersten Stand. Ab hier sind es dann 8 gut markierte und gesicherte Seillängen bis knapp unter dem Gipfel. Den erreicht man schließlich über die letzten Meter des Nordwand-Klettersteigs.

Abstieg:
Am schnellsten über den Nordwand-Klettersteig. Vom Gipfel bis zum Osterfelderkopf ca. 1h. Der Klettersteig als leicht einzustufen und auch im Abstieg gut zu gehen.

Charakter:

Für die beschriebenen Routen benötigt man kein zusätzliches Material. Expressen reichen völlig. Die Routen sind zum Großteil markiert, wo nicht, kann man leicht den vielen Haken folgen. Vor dem Herzl ist die Nordflanke der Alpspitze eher flach und gut gestuft. Es gibt viele Routen, alle im ähnlichen Schwierigkeitsgrad, und unterschiedlich farbig markiert. Steinschlag-Gefahr besteht durch Wanderer die direkt durch die Ostflanke absteigen. Der Weg führt dabei im oberen Teil direkt über der Adamplatte entlang.

Karte:

AV-Karte Nr. 4/2 "Wetterstein, Mittleres Blatt", 1:25000

Führer:

Bernd Eberle "Wetterstein - Band Nord", Panico-Verlag, 1. Auflage 1997

Link:

-

 

 


Alpspitze, KG-Weg Titel: Nix für Farbenblinde
Bergspezln: Jens

Die Alpspitze kenn ich ja mittlerweile ganz gut. Nur durch die Nordwand war ich bisher nicht geklettert, was ich an diesem schönen Tag mit Jens nachholen konnte. Wir wählten den Dachlweg. Die Schlüsselstelle gibt es gleich in der zweiten Seillänge. Frei eine 6+, wie es gehen könnte, wußte ich nach einigen Versuchen erst nachher, nachdem ich mich A0 rübergeschwungen hatte, was sich auch nicht ganz einfach gestaltete. Die dritte Seillänge ist dann wunderschön, solange man sich mit Wasserrillen in ansonsten glatten Platten gut versteht. Danach wird es eher zum Gehgelände mit kurzen Kraxleinlagen. Im Routenwirrwarr muss man nur seine Farbe fest im Blick behalten. Der Dachlweg ist gelb markiert.
Die sonst im Profil so abweisend wirkende Nordwand, erweißt sich bei näherer Betrachtung als nicht allzu steil. Nun die Landschaft ist und bleibt aber spektakulär. Zum erhöhten Genuß derselbigen durften wir zwei Tage vor der Einweihung auf die über einen Abgrund installierte Plattform neben der Seilbahn. Nun als Kletterer kennt man diesen Tiefblick, gibt mir also nix, stört mich aber auch nicht. Bei der näheren Umgebung auf dem Osterfelderkopf fällt die Stahlkonstruktion eigentlich gar nicht mehr sonderlich auf. Auch schon wurscht.
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Alle Texte und Bilder so nicht anders vermerkt von Stephan Rankl.
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