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Tegernsee - Schliersee
Tour 558 1444m Tegernsee - Schliersee: Riederstein (1207m), Baumgartenschneid (1444m), Lahnenkopf (1415m) Bayerische Voralpen Skitour L 06.01.15    

Durchquerung von Bahnhof zu Bahnhof www.sirdar.de

Fakten
Höhenmeter:900Hm (Strecke ca. 14km)
Zeit:6h
Lawinengefahr:gering, Abfahrt vom Lahnenkopf steiler Nordhang (30-35°)
Hangrichtung:W, N, O
Besonderheit:Durchquerung mit Gegenanstiegen, am besten An- und Abreise mit Zug

Ausgangspunkt:
Tegernsee - Bahnhof (720m)

Anfahrt:
Ausgangs- und Endpunkt sind ein Bahnhof mit direkten Zügen von und nach München.

Stützpunkt:
-

Skitour:
Diese Tour bietet eine landschaftlich schöne Durchquerung über einen Gipfelkamm vom Tegernsee zum Schliersee. Man muss hier eher Strecke als Höhenmeter machen. Die Abfahrtsfreuden kommen aber mit dem genialen Nordhang vom Lahnenkopf auch nicht zu kurz.

Tegernsee (730m) - Riederstein (1207m)
Auf dem ersten Abschnitt ist man als Skitourengeher dann doch eher Exot. Vom Bahnhof in Tegernsee gibt es mehrere Möglichkeiten, um auf den Riederstein, bzw. der Galaun-Alm darunter zu kommen. Im Folgenden ist ein Weg über das "Große Paraplui" beschrieben.
Vom Bahnhof geht man zuerst die Straße Richtung Rottach-Egern hinab. Nachdem man den Alpbach überschritten hat, hält man sich links und gelangt auf einem Wanderweg quer durch den Wald. Man folge der Beschilderung zum "Gr. Paraplui" oder "Lärchenwaldweg". Nach einer halben Stunde hat man das Große Paraplui, ein Aussichts-Pavillion, erreicht. Von hier nun zum "Leeberghof" und "Leeberghöhenweg" weitergehen. Man erreicht kurz nach dem Pavillion eine Teerstraße, es geht kurz bergab, nicht irritieren lassen. Danach wandert man unmittelbar am Leeberghof vorbei und folgt dem Weg weiter bis zur ersten Abzweigung. Hier hält man sich links auf dem Forstweg. Bei der nächsten Kreuzung wieder rechts. Man folgt nun einem schmalen Wanderweg quer ansteigend durch den Wald, der aber auch mit Skiern gut machbar ist. Man erreicht wieder einen breiteren Weg, hier hält man sich rechts und gelangt zur bewirtschafteten Galaun-Alm.
Von der Galaun-Alm gibt es zwei Wege auf den Riederstein, der kürzere am Kreuzweg entlang, ist eher nicht skitauglich, hier muss man tragen. Der längere und einfachere führt in den Sattel zwischen Riederstein und Baumgartenschneid. Nach links hat man den Riederstein mit der Kapelle oben drauf in 10min erreicht.

Riederstein - Baumgartenschneid (1444m)
Zurück im Sattel folgt man nun den Sommerweg zur Baumgartenschneid. Der ist anfangs recht steil, man kann aber ganz gut daneben eine Spur mit Spitzkehren anlegen. Unter dem Rohrkopf verflacht sich der Kamm. Man hat nun wirklich Skigelände erreicht und steigt über den schönen freien Schlußgrat zur Baumgartenschneid auf.

Baumgartenschneid - Lahnenkopf (1415m)
Bisher mag man sich gefragt haben, wozu die Skier, zumal der Weg vom Tegernsee zur Baumgartenschneid auch eine beliebte Winterwanderung ist? Nun geht es aber in "wegloses" Gelände. Vom Baumgartenschneid geht es immer am Kamm entlang Richtung Osten. Es folgt ein erstes kleines Abfahrts-Highlight in den Sattel zwischen Baumgartenschneid und Lahnenkopf. Man fährt so an die 100Hm durch lichten Wald ab, bei Pulver eine wahre Freude! Sind die Lawinenbedingungen nicht allzu sicher, kann man vom Sattel direkt nach links (Norden) zur Oberen Krainsberger Alm abfahren. Ansonsten steigt man in direkter Linie Richtung Ost durch den Wald zum Lahnenkopf auf.

Lahnenkopf - Schliersee / Bahnhof Fischhausen-Neuhaus (800m)
Der Lahnenkopf ist auch für sich genommen eine super Skitour, die hier beschrieben ist. Man könnte nun den Weg bis zum Parkplatz Breitenbachtal folgen, wäre dann aber noch relativ weit vom nächsten Bahnhof entfernt.
Besser ist der Weg über das Dürnbachtal. Dazu nimmt man erstmal den genialen Nordhang des Lahnenkopfs mit und fährt diesen bis zur Oberen Krainsberger Alm ab. Auf Höhe der Alm hält man sich nun rechts und quert durch ein kurzes Waldstück ca. 500m nach Osten, bis man auf einen Forstweg stößt. Wiederum rechts immer dem Forstweg folgen, zuerst nahezu eben, dann bergab. Bei einer Kreuzung zunächst rechts und die nächste gleich links mit Gegenanstieg kurz bergauf. Am Scheitelpunkt rechts halten und man erreicht schließlich die Rodelstrecke durch das Dürnbachtal zum Bodenschneidhaus. Hier nun links hinab bis zum Parkplatz. Von dort hat man in 15min Fußmarsch die Straße hinab und dann links den Bahnhof Fischhausen-Neuhaus erreicht.

Tegernsee-Schliersee
Großes Paraplui

Tegernsee-Schliersee
Galaun-Alm

Tegernsee-Schliersee
Schlussanstieg zum Baumgartenschneid

Tegernsee-Schliersee
Geradeaus Richtung Lahnenkopf

Tegernsee-Schliersee
Im Nordhang des Lahnenkopf

Charakter:
Hohe Schneelage bis ins Tal ist Voraussetzung für diese Durchquerung. Der erste Teil bis zum Baumgartenschneid ist stark von Winterwanderen frequentiert, der Weg von daher gut ausgetreten. Lawinengefahr bis hierher gleich null. Den Übergang zum Lahnenkopf kennen dafür quasi nur noch die Einheimischen, hier ist man dann mit Skiern genau richtig. Der Nordhang ist der beste Skihang, im Schliersee-Spitzingsee-Gebiet, behaupte ich mal. Schattig, 30-35° steil, windgeschützt und mit ein paar Bäumen bestanden. Trotz der Steilheit macht der Hang also einen ziemlich lawinensicheren Eindruck, aber riskieren sollte man trotzdem nix. Der Rest ist dann rausschieben auf Forstwegen bis zum nächsten Bahnhof.

Karte:
AV-Karte Nr. 7/1 "Tegernsee - Schliersee", 1:25000

Führer:
Copyright by www.sirdar.de, soll heißen, da hat der Sirdar mal selber Karten studiert ... ;-)

Link:
Copyright by www.sirdar.de ;-)

Openstreetmap: Tegernsee - Schliersee 1

Openstreetmap: Tegernsee - Schliersee 2
Quelle: www.openstreetmap.org

Titel: Die erste Skibesteigung des Riederstein
Bergspezln: Frank

Tegernsee - Schliersee Die Idee zu der Tour kam mir beim ersten Besuch auf dem Lahnenkopf. Eine schöne Durchquerung vom Tegernsee zum Schliersee über den Baumgartenschneid mit überschaubaren Aufwand schien da möglich zu sein. Tante Google lieferte dazu keine passenden Ergebnisse für diese Tour im Winter. Nach Kartenstudium musste nur noch die Schneelage stimmen. Frank ließ sich auch überreden und so saßen wir im Zug zum Tegernsee.
Zugegeben, anfangs mussten wir die Skier über das "Große Paraplui" bis zum Hotel Leeberghof schon meist tragen. Dahinter ist das Gebiet immer noch in fester Hand von Winterwanderern. Wir hatten aber nun die Skier dort, wo sie hingehören, an den Füssen.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass schon viele Leute die Skier unter dem Riederstein geparkt haben, um die letzten steilen Meter über eine Treppe hoch zur Kapelle zu laufen. Meine Behauptung "Erste Skibesteigung des Riedersteins" stimmt aber nicht ganz, unser Depot war vor der Treppe. Für Wagemutige gäbe es hier also noch Neuland, diese Treppe mit Skiern abfahren ... ;-)
Auf dem weiteren Weg zum Baumgartenschneid öffnet sich die Sicht, die letzten Meter zum Gipfel sind dann schon mal bestes Voralpen-Kino. Dahinter wirds dann auch einsamer. Durch lichten Wald kann man in den Sattel Richtung Lahnenkopf abfahren, bei Pulver ganz nett und wohl meist unverspurt. Der Lahnenkopf hingegen erfreut sich doch reger Beliebtheit bei Skitourengehern. Man wird also auf eine Spur treffen.
Der Nordhang des Lahnenkopfs zieht die Leute an. Schön schattig und steil, aber nicht zu steil. Bestens Abfahrtsvergnügen also. Für uns Durchquerer beginnt nun der Weg raus. Der kürzeste Abstand zwischen Ende skitaugliches Gelände und Bahnhof findet sich am Ende des Dürnbachtals. Bis dahin quert man ordentlich auf Forstwegen, mit kleinen Gegenanstiegen, bevor man via Rodelbahn die Durchquerung vollendet.
Angenehmer Nebeneffekt bei der Tour, ausnahmsweise muss man kein schlechtes (grünes) Gewissen haben, man ist doch mit Bahn an- und abgereist. Aber im Auto ist dann wenigstens der Sitzplatz garantiert. In den Zug zurück nach München wollen viele Wintersportler. Zu viele, da wirds eng.
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Alle Texte und Bilder so nicht anders vermerkt von Stephan Rankl.
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